Institut für

Marktanalyse

Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Birgit Prietzsch
Institut für Marktanalyse

 

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Wir erklären Agrarmärkte

Der Agrarmarkt unterliegt staatlichen Eingriffen. Prinzipiell folgt er aber den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie jeder andere Markt: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und umgekehrt. Führt dies zu den gewünschten Ergebnissen?

Viele Menschen bezweifeln das und meinen: „Wenn die Agrarpreise durch die Decke schießen, wie 2007, hungern irgendwo auf unserer Erde noch mehr Menschen als sonst.“ „Wenn die Agrarpreise auf Talfahrt sind, wie in Jahrzehnten zuvor, geraten Bauern in Armut und verlassen ihre Höfe.“ Nicht zu vergessen jene Verbraucher, die gern den „Billigangeboten“ zur Fleischtheke folgen, während andere sich darüber aufregen, das Fleisch stamme nicht von „glücklichen“ Tieren.

In diesem Meinungswirrwarr schaffen wir Klarheit. Um Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gut beraten zu können, beachten wir im Thünen-Institut beide Aspekte: Einerseits analysieren wir die Funktionalität des Marktes und schätzen künftige Wirtschaftsdaten möglichst zutreffend ab. Das hilft allen Beteiligten, sich frühzeitig zu orientieren und gegebenenfalls anzupassen. Andererseits untersuchen wir auch die Wünsche, Bedürfnisse und das Verhalten der Bevölkerung, hierzulande und anderswo. Damit schaffen wir Grundlagen für das zielgerichtete Gestalten von Politik.

Für unser Arbeitsprogramm ergeben sich daraus folgende Leitfragen:

  • Marktbeobachtung und -analyse: Wie sehen die tatsächlichen Marktverhältnisse aus?
  • Meinungs- und Verhaltensanalyse: Was erwarten die Bürger von Lebensmitteln, Herstellungsprozessen, Nahrungsmittelmärkten, und wie verhalten sie sich im Markt?
  • Prognose: Wie werden sich die Agrarmärkte voraussichtlich entwickeln?
  • Folgenabschätzungen: Wie würden sich Änderungen der politischen, klimatischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Agrarmärkte auswirken, welche Folgen hätte dies?
  • Entwickeln und Bewerten von Handlungsoenption: Welche Rahmenbedingungen sollte die Politik schaffen, damit die Märkte dem gesellschaftlichen Wohl bestmöglich dienen?

Unser Werkzeugkasten umfasst zum einen die klassische Marktanalyse: Für einzelne Branchen entlang der Wertschöpfungskette, aber auch für die Agrarwirtschaft insgesamt, analysieren wir, wie sich Organisation, Produktion, Verbrauch, Lagerhaltung, Handel und Preise entwickeln. Daraus leiten wir, oft im Verbund mit anderen Thünen-Instituten, Einschätzungen zur Wettbewerbsfähigkeit und zur globalen Ernährungssicherung ab. Unser jüngstes Forschungsfeld ist die Verbraucher- und Gesellschaftsforschung. Hier verwenden wir bisher in erster Linie Gruppendiskussionen und Befragungen. Um belastbare, quantitative Abschätzungen für die Zukunft vornehmen zu können, benötigen wir aber auch Modelle, die die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen den Märkten abbilden. Diese entwickeln wir im internationalen Verbund und vernetzen sie intern mit den Betriebs- und Regionalmodellen im Thünen-Modellverbund.

Arbeitsbereiche

 (©  Quelle: www.oekolandbau.de  / Copyright BLE)
Analyse der Agrar- und Ernährungswirtschaft
Wie ticken Agrarmärkte? Wie konkurrenzfähig ist unsere Agrarwirtschaft im globalen Wettbewerb? Und wie kann die Politik zielgerichtet Einfluss nehmen? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im Arbeitsgebiet „Analyse der Agrar- und Ernährungswirtschaft“.
 (©  Thünen-Institut / Marktanalyse)
Internationaler Agrarhandel - Welternährung
Heute verglichen mit 1960 wird weltweit die dreifache Menge von Agrarprodukten erzeugt aber die sechsfache gehandelt. Was treibt diese Entwicklung? Welchen Beitrag leistet der internationale Agrarhandel hierbei zur Ernährungssicherung, global und regional?
 (©  Thünen-Institut / Marktanalyse)
Modellgestützte Politikfolgenabschätzung
Internationale Entwicklungen und politische Entscheidungen verändern Angebot, Nachfrage, Handel und Preise von Agrarprodukten. Im Arbeitsgebiet „Modellgestützte Politikfolgenabschätzung“ schätzen wir Folgen möglicher, zukünftiger Politikänderungen mit Hilfe von wissenschaftlich basierten Modellen ab. So unterstützen wir die politische Entscheidungsfindung.
 (©  BLE, Bonn / Thomas Stephan)
Verbraucherforschung
„Pestizide im Gemüse, Antibiotika im Stall – für die moderne Landwirtschaft zählt nur der schnelle Profit!“. Viele Menschen lehnen moderne Produktionssysteme der Land-, Forst- und Fischwirtschaft rundweg ab, lassen ihren eigenen Konsum jedoch unverändert und fordern strengere Auflagen für die Erzeuger. Wie sollen Wirtschaft und Politik damit umgehen?

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