Institut für

Biodiversität

Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Elke Graffam
Institut für Biodiversität

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Vielfalt des Lebens in Agrarökosystemen nutzen und schützen

Wir untersuchen, wo, welche und wie häufig Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen in Agrarökosystemen und in Agrarlandschaften vorkommen, welche funktionelle Rolle sie dort spielen und wie diese biologische Vielfalt (Biodiversität) auf die Art und Intensität der agrarischen Landnutzung sowie auf andere Einflussfaktoren reagiert. Wir vernetzen unsere Forschung mit anderen Disziplinen und erarbeiten umfassende Bewertungen zur Biodiversität, die für agrarpolitische Entscheidungen zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der biologischen Vielfalt notwendig sind.

Die Vielfalt des Lebendigen ist die bedeutendste Ressource der Erde. Die Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention, unter ihnen Deutschland, haben sich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt verpflichtet. Landwirtschaft hat über Jahrhunderte hinweg eine hohe Biodiversität in unseren Landschaften sichergestellt. In den letzten Jahrzehnten jedoch hat die Entwicklung im Agrarsektor der Biodiversität eher geschadet. Als Reaktion auf diese Entwicklung hat die Europäische Union das Thema Biodiversität zu einem der Kernpunkte ihrer jüngsten Agrarreform erhoben („Greening“).

Damit rücken wichtige Fragen ins Zentrum der agrarpolitischen Agenda: Welche Zielzustände der Biodiversität sind anzustreben, welche Handlungsoptionen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Biodiversität bestehen, und wie sind diese zu beurteilen? Um naturwissenschaftlich fundierte Antworten auf solche Fragen zu erhalten, bauen wir den Arbeitsbereich „Landschaftbezogene Agrobiodiversität“ zu einem Schwerpunkt der Institutsarbeit aus. Hierbei wollen wir uns mit Aktivitäten vernetzen, die andernorts zu dieser Thematik laufen, um im Verbund Einschätzungen für große räumliche Skalen, möglichst für ganz Deutschland, ableiten zu können.

Neben der oberirdischen Vielfalt interessiert uns auch die im Boden verborgene Biodiversität. In einem Kubikmeter Boden existieren mehr Lebewesen als Menschen auf der Welt. Die Leistungsfähigkeit der Bodenorganismen ist von zentraler Bedeutung für die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft. Eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Agrarpolitik sollte daher auch beachten, wie unterschiedliche Bewirtschaftungssysteme auf das Bodenleben wirken und wie sich eine möglichst hohe Bodenfruchtbarkeit sicherstellen lässt. Solche Fragen werden im Arbeitsbereich „Bodenbiologie“ des Instituts untersucht.

Die derzeit im Arbeitsbereich „Biodiversität im Klimawandel“ durchgeführten experimentellen Arbeiten zur Wirkung des Klimawandels auf Agrarökosysteme und Nutzpflanzen werden schrittweise aufgegeben.

Die methodischen Kompetenzen der Arbeitsbereiche umfassen:

  • Prozessanalysen im Labor und auf der Feldskala (unter anderem molekularbiologische Werkzeuge, experimentelle Manipulation von Ökosystemausschnitten),
  • Freilandökologische Untersuchungen in Betrieben und Betriebsgruppen,
  • Analyse der Biodiversität auf großen räumlichen Skalen,
  • Einsatz von Modellen als skalenspezifische und -übergreifende Werkzeuge.

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