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Ex-ante-Bewertung GAP-Strategieplan Österreich

Projekt

Durch die Gemeinsame Agrarpolitik geförderte vielfältige Agrarlandschaft (c) Gitta Schnaut
Vielfältige Agrarlandschauft mit Grünland-, Acker- und Waldstandorten (© Gitta Schnaut)

Ex­-ante-Bewertung des Strategieplans für die Gemeinsame Agrarpolitik im Zeitraum 2021-2027 (Österreich)

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union wird sich von 2021 bis 2027 auf nationale Strategiepläne stützen. Diese sind von den Mitgliedsstaaten zu erstellen und von der EU-Kommission zu genehmigen. Jeder GAP-Strategieplan ist einer Ex-ante-Bewertung zu unterziehen.

Hintergrund und Zielsetzung

Die nationalen GAP-Strategiepläne der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten umfassen EU-seitig mitfinanzierte Interventionen im Agrarbereich, insbesondere die Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe (1. Säule), die ländliche Entwicklungspolitik (2. Säule) und die verschiedenen Sektorprogramme.

In diesem Projekt wird eine Ex-ante-Bewertung für den nationalen GAP-Strategieplan Österreichs erarbeitet. Die Ex-ante-Bewertung zielt darauf ab

  • den nationalen GAP-Strategieplan zu verbessern,
  • eine planvolle Förderung zu etablieren und
  • eine Grundlage für die effektive Umsetzung des Strategieplans für 2021 bis 2027 zu schaffen.

Auftraggeber des Projekts ist das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus Österreich. Die Ex-ante-Bewertung wird von einem Konsortium (inter-) nationaler Experten erstellt, in das auch das Thünen-Institut für Ländliche Räume eingebunden ist. Das Thünen-Institut ist insbesondere in die Untersuchung der spezifischen GAP-Ziele a) Landwirtschaftliche Einkommen, b) Wettbewerbsfähigkeit, e) Ressourcenschutz, f) Biodiversität und h) Beschäftigung und Wachstum eingebunden.

Zielgruppe

Die Ex-ante-Bewertung wird in Abstimmung mit den für den GAP-Strategieplan zuständigen Personen im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus Österreich erarbeitet. Die Notifizierung des GAP-Strategieplanes, zu dem auch die Ex-ante-Bewertung zählt, wird durch die Europäische Kommission erfolgen.

Vorgehensweise

Die Inhalte der Ex-ante-Bewertung eines nationalen GAP-Strategieplans sind im Verordnungsvorschlag der Europäischen Kommission (KOM (2018) 392, Artikel 125) umrissen und werden durch weitere Leitfäden konkretisiert. Die Hauptarbeitsschritte der Ex-ante-Bewertung eines nationalen GAP-Strategieplanes sind:

  1. die Bewertung der Bedarfe und eine Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken (SWOT-Analyse),
  2. die Bewertung der Interventionsstrategie, Ziele und Zwischenziele sowie
  3. die Bewertung des Monitorings, der Datensammlung sowie der Umsetzung des GAP-Strategieplans.

Daten und Methoden

Die Bearbeitung der drei Hauptarbeitsschritte erfolgt durch eine systematische Dokumentenanalyse der relevanten Teile des GAP-Strategieplans. Die Dokumentenanalyse ist darauf ausgerichtet, inhaltliche Lücken und nicht-konsistente Argumentationslinien zwischen der Ausgangslage, abgeleiteten Bedarfen und Zielen aufzudecken.

Die Bewertung erfolgt für jedes der neun spezifischen Ziele sowie für das Querschnittsziel und für jeden der drei Hauptarbeitsschritte anhand von Bewertungsfragen und Checklisten. Hierdurch wird ein vergleichbares Vorgehen für die spezifischen Ziele bzw. das Querschnittsziel sowie für die drei Hauptarbeitsschritte sichergestellt.

Unsere Forschungsfragen

Die Evaluationsfragen beziehen sich auf die oben definierten drei Hauptarbeitsschritte.

Evaluationsfragen im Hauptarbeitsschritt 1:

  • Sind die Analyse der Ausgangslage und die Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT) für jedes spezifische Ziel und für das Querschnittsziel inhaltlich vollständig und spezifisch genug?
  • Basiert die Analyse der Ausgangslage auf aktuellen und zuverlässigen Daten?
  • Leiten sich die zielspezifischen Bedarfe logisch aus der Analyse der Ausgangslage und der SWOT ab?

Evaluationsfragen im Hauptarbeitsschritt 2:

  • Leiten sich die gesetzten Ziele aus den identifizierten Bedarfen ab?
  • Ist die vorgeschlagene Interventionslogik geeignet, um die gesetzten (Zwischen-)Ziele zu erreichen?
  • Sind die Ziele hinreichend spezifisch und realistisch?

Evaluationsfragen im Hauptarbeitsschritt 3:

  • Ist das Monitoringsystem geeignet, den Programmfortschritt zu dokumentieren?
  • Kann sichergestellt werden, dass alle notwendigen Daten zur Überprüfung der Zielerreichung rechtzeitig erhoben werden?
  • Sind die getroffenen Vorkehrungen ausreichend, um die gesetzeskonforme Abwicklung der Förderung zu gewährleisten?

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Österreichisches Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
    (international, öffentlich)

Zeitraum

1.2020 - 12.2021

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 0