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Kosten und Nutzen optimierter betrieblicher und überbetrieblicher Nährstoffmanagementstrategien im ökologischen Gemüsebau

Projekt

Kürbis auf dem Feld (c) Thünen-Institut/Hanna Wildenhues
(© Thünen-Institut/Hanna Wildenhues)

Kosten und Nutzen optimierter betrieblicher und überbetrieblicher Nährstoffmanagementstrategien im ökologischen Gemüsebau

Vor dem Hintergrund sich verschärfender gesetzlicher Rahmenbedingungen und Ressourcenknappheit stellt sich auch im ökologische Landbau die Frage: wie kann das Nährstoffmanagement zukünftig verbessert werden?

Hintergrund und Zielsetzung

Ziel dieses Projektes ist es, das aktuelle Nährstoffmanagement sowie innovative Strategien auf ökologisch wirtschaftenden Gemüsebaubetrieben unter ökonomischen Gesichtspunkten unter die Lupe zu nehmen. Dadurch soll erreicht werden, dass Betriebsleitungen angeregt werden, ihr aktuelles Nährstoffmanagement hinsichtlich Kosten- und Nutzenaspekten zu optimieren und die Entscheidungsfindung zur Übernahme innovativer Strategien soll erleichtert werden.

Vorgehensweise

Um den Status-Quo des Nährstoffmanagements im ökologischen Gemüsebau zu erheben und die Kosten-Nutzen Analyse durchzuführen, werden in fünf Bundesländern (BW, BY, MV, HE und NI) in Zusammenarbeit mit den Beratungs- und Forschungseinrichtungen der Länder Betriebsbefragungen auf jeweils 4-7 Betrieben durchgeführt. Daten aus den Befragungen fließen zusammen mit Daten aus der Literatur in modellhafte Berechnungen von Produktionssystemen ein, die mit einem Expertenbeirat (Wissenschaft und Beratung) diskutiert und validiert werden. Der Expertenbeirat unterstützt zudem die Auswahl innovativer Strategien zum Nährstoffmanagement, deren Kosten und Nutzen anhand der im ersten Schritt erarbeiteten Modelle berechnet werden. Durch fortlaufende Betriebs- und Expertenbefragungen werden während der gesamten Projektlaufzeit die Ergebnisse diskutiert und auf Praxistauglichkeit geprüft. Die Befragungen ermöglichen zudem eine Abschätzung von Übernahmepotentialen der innovativen Strategien.

In allen Arbeitsschritten wird eng mit anderen durch das BÖLN geförderte Projekte im Bereich Nährstoffmanagement im Ökolandbau zusammengearbeitet (siehe auch www.nutrinet.agrarpraxisforschung.de), um Synergien optimal zu nutzen.

Daten und Methoden

Die ökonomische Bewertung des Nährstoffmanagements und innovativer Strategien findet auf Grundlage von Modellrechnungen statt. Es wird mit dem Ansatz der "typischen Produktionssysteme" gearbeitet. Dabei werden keine einzelbetrieblichen Daten verwendet sondern Modelle erarbeitet, die die Produktion mit Preisen, Mengen und den Produktionsverfahren abbilden. Die Modellparameter für die typischen Produktionssysteme werden aus Expertengesprächen mit Betriebsleiter/innen, Berater/innen, Buchführungs- und Schlagkarteidaten, Statistiken und der Literatur zusammengestellt. Anschließend werden sie mit dem Projektbeirat validiert und ggf. angepasst und bilden dann das Referenzszenario für Analysen der innovativen Strategien zum Nährstoffmanagement. So können betriebswirtschaftliche Auswirkungen, wie Veränderungen der Rentabilität von Produktionssystemen betriebsunabhängig ermittelt werden und erhalten dadurch eine größere Allgemeingültigkeit.

Unsere Forschungsfragen

Welche Kosten und Nutzen entstehen durch das aktuelle Nährstoffmanagement auf ökologischen Gemüsebaubetrieben und wie verändern sich diese (ökonomischen) Parameter durch die Übernahme innovativer Strategien?

Welche Rolle spielen überbetriebliche Strategien im Nährstoffmanagement ökologischer Gemüsebaubetriebe und wie können solche Kooperation ausgebaut und optimiert werden?

Welche innovativen Nährstoffmanagementstrategien haben ein hohes Übernahmepotential in die Praxis?

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

1.2020 - 12.2022

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 2818 OE 019
Förderprogramm: Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)
Projektstatus: läuft