Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Kerstin Martens
Institut für Betriebswirtschaft

Bundesallee 63
38116 Braunschweig
Telefon: +49 531 596 5102
Fax: +49 531 596 5199
bw@thuenen.de


Möglichkeiten zur Reduzierung des Pflanzenschutzmittel-Einsatzes im Ackerbau

Projekt

Maisfeld mit kleinen Pflanzen (c) Thünen-Institut/Michael Welling
(© Thünen-Institut/Michael Welling)

Möglichkeiten zur Reduzierung des Pflanzenschutzmittel-Einsatzes im Ackerbau

Gängige Pflanzenschutzmittelstrategien im Ackerbau verlieren zunehmend ihre Wirkung, da sich Resistenzen sowohl bei Gräsern als auch bei Insekten und Pilzen in vielen intensiven Ackerbaugebieten ausbreiten. Dies führt zu steigenden Kosten und zu Veränderungen in den Produktionssystemen. Gleichzeitig werden der Nutzen und die Gefahren des Pflanzenschutzes in der Gesellschaft kritisch diskutiert. Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz wie die mechanische Unkrautbekämpfung sind bereits verfügbar, jedoch meist mit höheren Kosten verbunden. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des Projektes herausgefunden werden, wie der Pflanzenschutzmitteleinsatz möglichst effizient reduziert werden kann.  

 

Hintergrund und Zielsetzung

In anderen europäischen Ländern wurden strikte Reduktionsziele für Pflanzenschutzmittel eingeführt, welche mit Hilfe unterschiedlicher politischer Instrumente wie Steuern, Quoten oder Agrarumweltprogrammen erreicht werden sollen. Die Wirksamkeit dieser Instrumente müssen jedoch kritisch hinterfragt werden. Vor dem dargelegten Hintergrund soll in diesem Projekt untersucht werden, wie der Pflanzenschutzmitteleinsatz in Deutschland möglichst kosteneffizient reduziert werden kann. Gleichermaßen soll untersucht werden, welche Folgen dies für die Gestaltung der Produktionssysteme im deutschen Ackerbau hätte. Weiterhin ist zu klären, ob die bisherigen Politikinstrumente geeignet sind, um die aus produktionstechnischer Sicht effizienten Reduktionspotentiale umzusetzen oder ob andere Ansätze ggf. besser geeignet wären.

Vorgehensweise

  1. Betriebswirtschaftliche Auswertung von Versuchsergebnissen zu Reduktionsmöglichkeiten von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau
  2. Expertengespräche mit Beratern
  3. Kalkulation der Kosten für angepasste Pflanzenschutzstrategien typischer Ackerbaubetriebe
  4. Fokusgruppendiskussionen mit Landwirten, ob ermittelte Maßnahmen umsetzbar sind
  5. Evaluierung bisheriger Politikinstrumente

Unsere Forschungsfragen

  1. Mit welchen politischen Instrumenten können die PSM-Aufwendungen im deutschen Ackerbau nachhaltig reduziert werden und wie ist dies justiziabel zu kontrollieren?
  2. Welche Änderungen in Fruchtfolgen, Produktionssystemen und Mechanisierung müssen vorgenommen werden, um die geforderten Ziele realisieren zu können?
  3. Wie wirken sich unterschiedliche Reduktionsszenarien auf die wirtschaftliche Situation der betrachteten regionstypischen Ackerbaubetriebe aus?

Vorläufige Ergebnisse

Erste Projektergebnisse sind im Herbst/Winter 2019 zu erwarten.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner

  • global networks (gUG)
    (Braunschweig, Deutschland)

Zeitraum

8.2018 - 12.2021

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft