Federführendes Institut
Themenfelder

Institutsleitung

Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat Großhansdorf

Irene Joraszik

Sieker Landstraße 2
22927 Großhansdorf
Telefon: +49 4102 696 0
Fax: +49 4102 696 200
fg@thuenen.de

Sekretariat Waldsieversdorf

Rosi Adler

Eberswalder Chaussee 3a
15377 Waldsieversdorf
Telefon: +49 33433 157 0
Fax: +49 33433 157 199
fg-ws@thuenen.de


Anreise zu den Standorten

Großhansdorf

Waldsieversdorf

Entwicklung eines biologischen Kontrollsystems zur Regulierung des Erregers des Eschentriebsterbens Hymenoscyphus fraxineus

Projekt

 (c)

Entwicklung eines biologischen Kontrollsystems zur Regulierung des Erregers des Eschentriebsterbens Hymenoscyphus fraxineus

Entwicklung eines biologischen Kontrollsystems zur Regulierung des Erregers des Eschentriebsterbens Hymenoscyphus fraxineus

Hintergrund und Zielsetzung

Das durch Hymenoscyphus fraxineus verursachte Eschentriebsterben hat sich seit Mitte der 1990er Jahre europaweit ausgebreitet und stellt durch das Absterben ganzer Bestände die forstliche Zukunft der Esche in Frage. Die biologische Kontrolle der Erkrankung durch geeignete mikrobielle Antagonisten, die den Schadorganismus direkt bekämpfen und/oder durch Konkurrenz unterdrücken, ist eine aussichtsreiche Option zur Eindämmung des Eschentriebsterbens und kann eine synergistisch wirkende Ergänzung zur Züchtung resistenter Genotypen darstellen.
Im Projekt soll ein biologisches Kontrollsystem zur Bekämpfung des Schaderregers auf der Grundlage epi- und endophytischer Isolate, die sich an der Esche stabil etablieren können, entwickelt werden. Erfolgversprechende Bakterien und Pilze werden in einem mehrstufigen Verfahren charakterisiert und evaluiert. Hierfür werden zunächst die Mikrobiome resistenter und anfälliger Eschen über drei sich ergänzende Sequenzierungsansätze (NGS von Markergenen) analysiert; und Taxa bzw. Stämme mit antagonistischem Potenzial identifiziert. Parallel hierzu wird eine Vielzahl von Bakterien- und Pilzstämmen kultiviert und klassifiziert (MALDI-TOF-MS). Basierend auf einer vergleichenden Analyse der Mikrobiome resistenter und anfälliger Eschen (kulturabhängig und kulturunabhängig) werden potentielle Antagonisten (Isolate und mikrobielle Konsortien) ausgewählt. Nach dem Screening des antagonistischen Potentials in vitro (über Ko-Kultivierung), wird ihre Wirkung in Gewächshausversuchen mit Eschenjungpflanzen (in planta) geprüft und die Grundlagen ihrer antagonistischen Eigenschaften charakterisiert.
Die angestrebte Bereitstellung antagonistisch wirksamer, an die Esche angepasster Mikroorganismen soll entscheidend zur Eindämmung des Eschentriebsterbens beitragen. In der nachfolgenden Anwendung sollen die mikrobiellen Präparate in Samenplantagen zur Entwicklung resistenter Pflanzen eingesetzt werden.

Vorgehensweise

Im Projekt soll ein biologisches Kontrollsystem zur Bekämpfung des Schaderregers auf der Grundlage epi- und endophytischer Isolate, die sich an der Esche stabil etablieren können, entwickelt werden. Erfolgversprechende Bakterien und Pilze werden in einem mehrstufigen Verfahren charakterisiert und evaluiert. Hierfür werden zunächst die Mikrobiome resistenter und anfälliger Eschen über drei sich ergänzende Sequenzierungsansätze (NGS von Markergenen) analysiert; und Taxa bzw. Stämme mit antagonistischem Potenzial identifiziert. Parallel hierzu wird eine Vielzahl von Bakterien- und Pilzstämmen kultiviert und klassifiziert (MALDI-TOF-MS). Basierend auf einer vergleichenden Analyse der Mikrobiome resistenter und anfälliger Eschen (kulturabhängig und kulturunabhängig) werden potentielle Antagonisten (Isolate und mikrobielle Konsortien) ausgewählt. Nach dem Screening des antagonistischen Potentials in vitro (über Ko-Kultivierung), wird ihre Wirkung in Gewächshausversuchen mit Eschenjungpflanzen (in planta) geprüft und die Grundlagen ihrer antagonistischen Eigenschaften charakterisiert.
Die angestrebte Bereitstellung antagonistisch wirksamer, an die Esche angepasster Mikroorganismen soll entscheidend zur Eindämmung des Eschentriebsterbens beitragen. In der nachfolgenden Anwendung sollen die mikrobiellen Präparate in Samenplantagen zur Entwicklung resistenter Pflanzen eingesetzt werden.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner

  • Leibniz-Centre for Agricultural Landscape Research (ZALF)
    (Müncheberg, Deutschland)

Geldgeber

  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

6.2017 - 5.2020

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Förderprogramm: FNR
Projektstatus: läuft