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Bewertungskriterien für das Schadstoffmonitoring

Projekt

Werner Wosniok (c) Werner Wosniok
(© Werner Wosniok)

Methoden zur Erfassung und Bewertung der Risiken von toxischen Schadstoffen im marinen Ökosystem im Rahmen der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie

Wir brauchen Schwellenwerte, um unsere Monitoring-Ergebnisse zu Schadstoffgehalten in Meeresfischen bewerten zu können. Ab wann ist die Konzentration so hoch, dass wir unakzeptable Schäden für den Organismus erwarten müssen? Solche Schwellenwerte  zu erarbeiten bzw. zu erkennen, wo solche Schwellenwerte noch fehlen, ist unser Thema im  Projekts MERIT-MSRL.

Hintergrund und Zielsetzung

Zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) bewerten Experten mithilfe einer Reihe von Indikatoren den „guten Umweltzustand“ des Meeres. Dazu benötigen wir verlässliche/stimmige Kriterien. Für Fische und Sedimente ist der größte Teil der prioritären Substanzen wie zum Beispiel polybromierte Diphenylether (PBDE) noch nicht mit solchen Kriterien versehen. Ein einheitliches Konzept zur Ableitung von Schwellenwerten fehlt bislang.

Das Ziel des Projekts ist es deshalb, ein Konzept für die experimentelle und mathematische Ermittlung von wissenschaftlich fundierten Schwellenwerten zu erarbeiten und anzuwenden.

Vorgehensweise

Zuerst haben wir einen Überblick über die vorliegenden Schwellenwerte für prioritäre Substanzen erarbeitet. Wir haben innovative biologische und biochemische Testsysteme entwickelt. Danach haben wir Umweltextrakte und Einzelsubstanzen mit den entwickelten biologischen Testsystemen untersucht und so neue toxisch wirksame Substanzen identifiziert sowie Schwellenwerte verbessert. Die Ergebnisse fließen ein in die neuen statistischen Konzepte zur Versuchsplanung, Bewertung und für das Monitoring.

Daten und Methoden

  • Fischeitest mit dem Zebrabärbling (Mikroinjektion)
  • Dünnschichtchromatographie mit biologischer Detektion (Leuchtbakterien)
  • Schadstoff-Spurenanalytik und Identifikation unbekannter Substanzen mit GC-MS und HPLC-MS
  • Statistische Konzepte zur Versuchsplanung
  • Dosis-Wirkungs-Kurven

Ergebnisse

Die Ergebnisse sind u.a. die unten angegebenen Publikationen.

Links und Downloads

cran.r-project.org/web/packages/toxtestD/toxtestD.pdf

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

9.2011 - 4.2015

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: BSH 10017012
Projektstatus: abgeschlossen

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 5

  1. Michel N, Freese M, Brinkmann M, Pohlmann J-D, Hollert H, Kammann U, Haarich M, Theobald N, Gerwinski W, Rotard W, Hanel R (2016) Fipronil and two of its transformation products in water and European eel from the river Elbe. Sci Total Environ 568:171-179
  2. Schubert S, Keddig N, Gerwinski W, Neukirchen J, Kammann U, Haarich M, Hanel R, Theobald N (2016) Persistent organic pollutants in Baltic herring (Clupea harengus) - an aspect of gender. Environ Monit Assessm 188:388, DOI:10.1007/s10661-016-5363-7
  3. Sühring R, Freese M, Schneider M, Schubert S, Pohlmann J-D, Alaee M, Wolschke H, Hanel R, Ebinghaus R, Marohn L (2015) Maternal transfer of emerging brominated and chlorinated flame retardants in European eels. Sci Total Environ 530-531:209-218, DOI:10.1016/j.scitotenv.2015.05.094
  4. Keddig N, Schubert S, Wosniok W (2015) Optimal test design for binary response data: the example of the fish embryo toxicity test. Environ Sci Europe 27(15), DOI:10.1186/s12302-015-0046-5
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 1263 KB
  5. Schubert S, Keddig N, Hanel R, Kammann U (2014) Microinjection into zebrafish embryos (Danio rerio) - a useful tool in aquatic toxicity testing? Environ Sci Europe 26, DOI:10.1186/s12302-014-0032-3
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 522 KB