Institutsleitung

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Sekretariat

Wencke Griemsmann
Institut für Seefischerei

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Offshore-Windparks im Kontext ökosystembasierten Managements

Projekt

Taschenkrebs (Cancer pagurus) (c) Thünen-Institut/Holger Haslob
Der Taschenkrebs (Cancer pagurus) profitiert von den ökologischen Bedingungen in einem Windpark und gilt als attraktive Fischereiressource. (© Thünen-Institut/Holger Haslob)

In dem Projekt "Offshore‐Windparks im Kontext ökosystembasierter Raumplanung und Nutzung" erforschen wir die Effekte von Offshore-Windparks auf das Ökosystem.

Hintergrund und Zielsetzung

Die Vereinbarkeit von Naturschutz, dem Ausbau der Windenergie und der Nutzung natürlicher Ressourcen stellt eine besonders große Herausforderung für die Küstenregionen dar. Daher ist ein wichtiges Ziel dieses Projektes, Wissenslücken in Hinblick auf die Ökosystemverträglichkeit von Windparks und den damit einhergehenden Auswirkungen auf die Fauna und im speziellen auf kommerziell genutzte Bestände wie Kabeljau, Taschenkrebs oder Austern zu schließen.

Zielgruppe

Forschung, Industrie, Ministerien, Behörden, Umweltschutz

Vorgehensweise

Im Fokus dieses Projektes stehen folgende Fragestellungen: (i) Die Funktion eines Windparks als potenzielles Laichgebiet von Kabeljau; (ii) ein möglicher lokaler Anstieg der Taschenkrebsabundanz im Windpark und die räumliche Ausdehnung, d. h. eines möglichen „Spillover-Effektes“ der Biomasse in umliegende Gewässer; (iii) die Eignung der unmittelbaren Umgebung des Windparks für eine nachhaltige Aquakultur.

Daten und Methoden

Das Thünen-Institut verfolgt in enger Kooperation mit dem Windpark Meerwind Süd/Ost im Rahmen dieses Projektes die Umsetzung von zwei experimentellen Ansätzen im Windpark und in der 500 m Sicherheitszone:

  • Die Erfassung der Kabeljaubrut zur Rekonstruktion des Laichverhaltens und Bedeutung des Windparkgebiets als Reproduktions- und Erholungsgebiet für Kabeljau in der südlichen Nordsee durch ein systematisches Ichthyoplanktonsurvey im Windpark und angrenzenden Gewässern.
  • Das Ausbringen von Krebskörben zur Erfassung der Taschenkrebspopulation im Randbereich des Windparks und in unmittelbarer Umgebung zur Erfassung eines möglichen Gradienten in der Verbreitung von Taschenkrebsen und somit einem möglichen Spillover-Effekt in die angrenzenden Seegebiete.

Des Weiteren bauen wir auf vorhergegangenen Projekten auf und bearbeiten in enger Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) folgende Fragestellungen:

  • Definition von Grundlagen für eine nachhaltige Aquakultur in direkter Nähe von Offshore-Windparks
  • Analyse der Machbarkeit und Synergien von Aquakultur und Offshore-Windparks
  • Entwicklung eines Vermarktungskonzepts und Verbraucherinformation durch Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren

Die Ergebnisse sollen im Anschluss in einer Ausstellung zum Thema „Offshore‐Windparks im Kontext ökosystembasierter Raumplanung und Nutzung“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Unsere Forschungsfragen

  • Nutzt Kabeljau heutige Windparks (bevorzugt) als Laichgebiet?
  • Steigt die Taschenkrebsabundanz im Windpark an?
  • Führt die räumliche Ausdehnung von Taschenkrebsen aus dem Windpark zu „Spillover-Effekten“ der Biomasse in umliegende Gewässer?
  • Wie geeignet ist die unmittelbare Umgebung des Windparks für eine nachhaltige Aquakultur?

Links und Downloads

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Europäische Union (EU)
    (international, öffentlich)

Zeitraum

3.2018 - 2.2020

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft