Institutsleitung

Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Elke Graffam
Institut für Biodiversität

Bundesallee 65
38116 Braunschweig
Telefon: +49 531 596 2502
Fax: +49 531 596 2599
bd@thuenen.de


Erfassung von Biodiversitätsmustern im Grünland mithilfe von Satellitendaten

Projekt

 (c) Landschaftspflegeverband Thüringer Wald e.V.

Erschließung von Fernerkundungsdaten in den Themenfeldern Landnutzung, Agrarökonomie und Biodiversität in der Agrarlandschaft

Extensiv genutzte Wiesen und Weiden haben eine hohe Bedeutung für die biologische Vielfalt in Agrarlandschaften. Durch räumlich und zeitlich hochauflösende Satellitendaten können Komponenten dieser Vielfalt abgebildet werden.

Hintergrund und Zielsetzung

Bisher hatten Fernerkundungsdaten eine zu geringe Auflösung und waren daher sowohl in Deutschland als auch innerhalb der EU nur von eingeschränktem Mehrwert für die Beschreibung und Analyse der Landnutzung. Seit 2015 stellt das europäische Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ Fernerkundungsdaten mit einer hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung bereit. Diese neue Qualität der Daten bietet die Möglichkeit, Landnutzung und Landnutzungsstruktur deutschlandweit hochaktuell und schlaggenau abzubilden. Diese Fernerkundungsdaten sollen genutzt werden, um die Intensität der Landnutzung und deren räumliche Verteilung (Landnutzungsstruktur) besser zu erklären.

Arbeitsschwerpunkt im Institut Biodiversität ist die Nutzung von Fernerkundungsdaten für die Erfassung der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften, vor allem im Grünland. Dazu sollen sowohl die Copernicus-Daten als auch ggf. Daten mit höherer räumlicher oder spektraler Auflösung hinzugegezogen werden, um kleinräumige Unterschiede in der Vegetation zu erfassen.

Die folgenden Ziele sollen erreicht werden:

  1. Differenzierung von Grünlandtypen
  2. Entwicklung von Methoden und Ableitung von Parametern zur Erklärung von Biodiversitätsmustern im Grünland
  3. Fernerkundungsgestützte Modellierung der räumlichen Verteilung ausgewählter Komponenten der biologischen Vielfalt

Vorgehensweise

Folgende Schritte werde in diesem Projekt durchgeführt:

  • Aufbau einer Testumgebung für Sentinel-1 (S1) und Sentinel-2 (S2) Daten
  • Bestimmung von Parametern zur Differenzierung von Grünlandtypen
  • Analyse der Zusammenhänge zwischen Spektral- und Texturinformationen verschiedener Fernerkundungssensoren sowie Komponenten der biologischen Vielfalt
  • Entwicklung von Methoden zur Abbildung von Biodiversitätsmustern im Grünland unter Vergleich verschiedener Sensoren
  • Übertragung der Ergebnisse auf eine größere Fläche durch Modellierung

 

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

9.2017 - 8.2021

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft