Stellvertretende Institutsleitung

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Annette Pontillo
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Kontrollstellennr.: DE-ÖKO-006


Bunte Hühner

Projekt

 (c) Thünen-Institut/OL

Vergleich der Mast- und Legeleistung von sechs Zweinutzungs-Hühnerherkünften zur Abschätzung ihrer Eignung für eine privatwirtschaftlich unabhängige Geflügelzucht für die ökologische Landwirtschaft

Bisher werden auf Öko-Betrieben überwiegend dieselben kommerziellen Hochleistungs-Hühner gehalten wie auf konventionellen Betrieben. Als Vorarbeit für die Zucht eines Öko-Huhnes werden in diesem Projekt sechs Zweinutzungshühner verglichen und auf ihr Potential für den Öko-Landbau getestet.

Hintergrund und Zielsetzung

Da jene Tiere am besten an ein Haltungssystem angepasst sind, die innerhalb des Haltungssystems züchterisch bearbeitet wurden, ist der fast ausschließliche Einsatz von konventionell gezüchteten Hybridherkünften auf den Öko-Betrieben nicht optimal. Zu bedenken ist weiters, dass die hochleistenden Hybridherkünfte auf eine Leistung selektiert wurden (Mast oder Lege), woraus sich die Problematik der Tötung männlicher Eintagsküken von Legehybriden ergibt. Die 2015 gegründete Ökologische Tierzucht gGmbH widmet sich daher der Züchtung eines im eingeschränkten Maß wirtschaftlich konkurrenzfähigen Zweinutzungshuhns für den Öko-Sektor. Als Vorarbeit dieser Zuchtbemühungen werden in diesem Projekt vier experimentelle Kreuzungen aus dem Tierbestand der ÖTZ sowie zwei bereits etablierte Zweinutzungs-Herkünfte hinsichtlich ihrer Mast- und Legeleistung verglichen, um ihr Potential für die Zucht abzuschätzen.

Vorgehensweise

Die folgenden vier Kreuzungen aus dem Tierbestand der ÖTZ wurden speziell für dieses Projekt erzeugt: New Hampshire*Bresse, Bresse*New Hampshire, White Rock*Bresse, Bresse*New Hampshire. Zusätzlich stehen reinrassige Bresse im Versuch, da diese mastbetonte Rasse besonders auf direktvermarktenden Öko-Betrieben bereits mit Erfolg als Zweinutzungshuhn genutzt wird. Außerdem wird mit Lohmann Sandy eine legebetonte Hochleistungshybride gehalten, welche in Österreich Basis eines Zweitnutzungskonzeptes ist, im Rahmen dessen die Hähne separat aufgezogen und geschlachtet werden.

Gemischtgeschlechtliche Gruppen aller Herkünfte werden auf dem Bauckhof Klein-Süstedt aufgezogen. Die Hähne werden bei Erreichung der Schlachtreife geschlachtet, die Hennen bis zur Legereife weiter aufgezogen. Anschließend erfolgt am Thünen-Institut für Ökologischen Landbau die Prüfung der Hennen über eine einjährige Legeperiode.

Ergebnisse

Die Mastleistung der Hähnchen unterschied sich nicht zwischen den Kreuzungen, welche mit 15 Wochen ein Mastendgewicht von knapp 2,4 kg erreichten. Das Schlachtgewicht lag knapp unter 1,5 kg. Die Legeleistung der Kreuzungshennen lag mit etwa 250 gelegten Eiern je Durchschnittshenne (Lebenswoche 20-72) deutlich unter der Leistung der Legehybride Lohmann Sandy, die Eigröße hingegen unterschied sich nicht von der Sandy und lag somit in einem marktrelevanten Bereich. Die New Hampshire-Kreuzungshennen zeigten durchgehend einen besseren Gefiederzustand als die White Rock-Kreuzungshennen, welche hingegen tendenziell eine etwas höhere Legeleistung aufwiesen.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesland Niedersachsen
    (national, öffentlich)

Zeitraum

2.2017 - 12.2018

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: abgeschlossen

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 2

  1. Baldinger L, Bussemas R (2020) Dual-purpose production of eggs and meat - part 2: hens of crosses between layer and meat breeds show moderate laying performance but choose feed with less protein than a layer hybrid, indicating the potential to reduce protein in diets. Organic Agric:in Press, DOI:10.1007/s13165-020-00328-w
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  2. Baldinger L, Bussemas R (2019) Lege- und Schlachtleistung von Hennen aus experimentellen Zweinutzungs-Kreuzungen der ÖTZ. In: Mühlrath D, Albrecht J, Finckh M, Hamm U, Heß J, Knierim U, Möller D (eds) Innovatives Denken für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft : Beiträge zur 15. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau ; Kassel, 5. bis 8. März 2019. Berlin: Köster