Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Anna Frerck
Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie

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TBN-Forst des BMEL

Projekt

 (c) Markus Dög

Testbetriebsnetz Forstwirtschaft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Wie hat sich die wirtschaftliche Lage der deutschen Forstbetriebe verändert? Welche wirtschaftlichen Folgen hätten veränderte politische Rahmenbedingungen für die Betriebe? Um diese und andere Fragen beantworten zu können, analysieren wir die Daten des Testbetriebsnetzes Forstwirtschaft (TBN-Forst) des BMEL.

Hintergrund und Zielsetzung

Im TBN-Forst werden die Buchführungsergebnisse von rund 350 staatlichen, kommunalen und privaten Forstbetrieben ab 200 Hektar Holzbodenfläche im Bundesgebiet erhoben. Jährlich werden pro Teilnehmerbetrieb rund 650 naturale und betriebswirtschaftliche Kennzahlen auf freiwilliger Basis gemeldet.

Zielgruppe

Forstliche Praxis, Statistische Ämter, Wissenschaft und Politikberatung

Vorgehensweise

Die neuen Daten des TBN-Forst werden von uns jährlich in Abstimmung mit dem BMEL intern plausibilisiert und in unsere Datenbank eingepflegt. Für die jährliche Berechnung der Forstwirtschaftlichen Gesamtrechnung und der Waldgesamtrechnung liefert das TBN-Forst wichtige Eingangsdaten. Weiterhin werden aktuelle Fragestellungen der forstlichen Praxis, der Wissenschaft und der Politik von uns aufgegriffen und durch vertiefende Kennzahlenanalysen des TBN-Forst untersucht.

Daten und Methoden

Grundlage der Analyse ist der Datensatz der Jahre 2003 bis heute mit je 350 Betrieben, die pro Betrieb und Jahr ca. 650 Einzelbetriebskennzahlen melden. Somit steht ein umfangreicher Datensatz aus ökonomischen und naturalen Daten zur Verfügung.

Vorläufige Ergebnisse

Das Hochrechnungsverfahren des Testbetriebsnetz-Forst (TBN-Forst) basiert auf den Daten zur Betriebsanzahl in der Agrarstrukturerhebung (ASE).

Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation der deutschen Forstwirtschaft werden häufig hochgerechnete TBN-Forst-Daten und BWI-Daten gemeinsam verwendet. Die Waldflächenangaben nach Eigentumsarten unterscheiden sich jedoch deutlich je nach gewählter Datengrundlage ASE bzw. Bundeswaldinventur (BWI).

Um die Relevanz dieser Abweichungen für die Hochrechnungsergebnisse des TBN-Forst abschätzen können, wurden ausgewählte Kennzahlen auf Basis der ASE-Betriebsanzahl und der BWI-Holzbodenfläche hochgerechnet und die Ergebnisse miteinander verglichen. Der Ergebnisvergleich der beiden Hochrechnungsverfahren zeigt für die Kennzahlen überwiegend geringe Abweichungen in einer Größenordnung von 1 % bis 11 %. Eine Ausnahme bildet der erntekostenfreie Holzerlös pro Festmeter mit einer Abweichung von +22 % im Körperschaftswald, von -45 % im Privatwald sowie -7 % im Staatswald.

 

Aktuelle Buchführungsergebnisse und weitere Hintergrundinformationen zum TBN-Forst sowie Berichterstattungen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage der deutschen Forstbetriebe werden auch vom BMEL unter www.bmel-statistik.de angeboten.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

Daueraufgabe 1.2017

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft