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GTTN

Projekt

 (c)

Wissenschaftliche Unterstützung des Globalen Netzwerks zur Rückverfolgung von Holz (GTTN II)

Das Globale Netzwerk zur Rückverfolgung von Holz (GTTN) hat zum Ziel, die Anwendung von Methoden zur Kontrolle der Holzart und Holzherkunft zu fördern. Damit soll dem illegalen Holzeinschlag und dem Handel mit diesem Holz entgegengewirkt werden.

Hintergrund und Zielsetzung

Nicht nachhaltiger und illegaler Holzeinschlag sowie damit verbundener Holzhandel verursachen große wirtschaftliche und ökologische Schäden, sowohl in Produzenten- als auch in Verbraucherländern. Der illegale Holzeinschlag ist eine der Hauptursachen für den Verlust der Biodiversität. Obwohl praktische Kontrollmethoden gegen solche nicht nachhaltigen und illegalen Praktiken bereits entwickelt wurden, sind sie noch nicht weit verbreitet. Methoden zur Identifizierung von Holz und deren Anwendung durch Holzunternehmen und Behörden sind jedoch wesentliche Voraussetzungen für die Verbesserung der Legalität und Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung.

Die bisherigen Rückverfolgungsmethoden beim Holz, basieren zumeist ausschließlich auf einer schriftlichen oder elektronischen Dokumentation von Baumarten und geographischer Herkunft. Diese Methodensind unsicher und können manipuliert werden. Die modernen Technologien, die das GTTN weiterentwickeln und fördern will, beruhen auf unveränderbaren Holzeigenschaften (anatomische, genetische, chemische Zusammensetzung).

In bestimmten Fällen hat die Kombination mehrerer Verfahren, wie DNA-Fingerabdrücke und stabile Isotope, den Vorteil, dass eine höhere räumliche Auflösung und eine stärkere statistische Aussagekraft für das Kontrollsystem zu erwarten sind. Die Methoden und Referenzdaten zur Holzrückverfolgung entwickelten sich in den letzten Jahren sehr stark schnell weiter und dieser Trend wird auch zukünftig anhalten. Die Fortschritte in diesem Bereich wurden regelmäßig in internationalen Tagungen und bei Konferenzen während der ersten Phase des GTTN diskutiert. Derzeit sind genetische Referenzdaten für die geographische Verfolgung von etwa 15 wichtigen Baumarten entwickelt worden.   Die erste Phase des GTTN war ein dreijähriges Pilotprojekt (2012-2014), das vom Deutschen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert und von Bioversity International koordiniert wurde. Die jetzige zweite Phase des GTTN (2016-2019 wird vom Europäischen Forstinstitut (EFI) zusammen mit dem Thünen-Institut mit finanzieller Unterstützung des BMEL koordiniert. GTTN ist eine globale Plattform zum Thema Rückverfolgung und Identifizierung von Holz, die Forscher (aus verschieden Disziplinen Genetik, stabile Isotope, Holzanatomie, Chemie), Strafverfolgungsbehörden, Forst- und Holzwirtschaft sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zusammenbringt. Ziel ist ein integrierten Einsatz innovativer Technologien zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlages.

Zielgruppe

Alle Beteiligten über illegalen Holzeinschlag und damit verbundenen Handel

Vorgehensweise

Das Thünen-Institut für Forstgenetik ist Teil des GTTN-Sekretariats und unterstützt die Koordination von EFI im wissenschaftlichen Bereich. Konkret werden in GTTN II die folgenden Bereiche bearbeitet:

- Pflege und Ausbau eines Netzwerks von Laboren und Interessengruppen zur Art- und Herkunftskontrolle von Holz

- Erarbeitung von internationalen Standards zur Art- und Herkunftskontrolle von Holz

- Durchführung von Ring- und Blindtests mit verschieden Laboren

- Organisation und Durchführung von Workshops mit Experten

 

Links und Downloads

www.globaltimbertrackingnetwork.org

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

11.2016 - 12.2019

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 0