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Erlenzüchtung

Projekt

„Selektion von Schwarz-Erle (Alnus glutinosa (L.) Gaertn.) auf Widerstandsfähigkeit gegenüber Phytophthora alni und Untersuchungen zur Resistenz“

Seit etwa 20 Jahren werden Erlenbestände in Europa massiv durch den Erreger Phytophthora alni bedroht. Das führt zu erheblichen Einbußen in der Holzproduktion und bei der Uferstabilität. Da der Erreger im Wald und an naturnahen Standorten nicht bekämpft werden kann, soll im Rahmen des Projektes die Identifizierung von resistentem Pflanzenmaterial und die Selektion aus Nachkommenschaften von Kreuzungen und aus Einzelbaumabsaaten, welches nach Vermehrung und Resistenzprüfung für die Bereitstellung von höherwertigem Vermehrungsgut der Baumart Schwarz-Erle weiterentwickelt werden kann. Für die Vorselektion und die eigentliche Prüfung der Widerstandsfähigkeit soll ein Standardprüfverfahren unter kontrollierten Bedingungen erarbeitet werden. Aussichtsreiche Klone werden in Gewebekultur überführt und vermehrt.  Als weiterer Schritt schließen sich dann Prüfungen unter Praxisbedingungen in Form von Klon- und Nachkommenschaftsprüfungen an.

Hintergrund und Zielsetzung

Seit etwa 1990 werden europäische Erlenarten durch den pilzähnlichen Erreger Phytophthora alni massiv geschädigt. Die Schäden wirken sich auf die Stabilität in forstlichen Beständen und entlang von Gewässern mit Folgen für den Hochwasserschutz aus.  Da eine direkte Bekämpfung außerhalb von Baumschulen nicht möglich ist, soll im Projekt die Grundlage für die Produktion von höherwertigem (widerstandsfähigem) Saat- und Pflanzgut von A. glutinosa gelegt werden:

- Es wird feldresistentes Material selektiert und vermehrt und Klonlinien mit Resistenz etabliert (TI)

- Es wird eine standardisierte Prüfmethodik entwickelt für die Resistenzbewertung von Nachkommeschaften und Klonen (JKI)

- Histologische Untersuchungen werden für die Aufklärung von Resistenzursachen auf der Zellebene durchgeführt und der Ablauf der Besiedelung in den Wurzeln untersucht (JKI)- Für klonales Material wird eine Methode zur genetischen Identifizierung entwickelt (TI)

Vorgehensweise

1. Selektion von resistenten Einzelbäumen und Populationen aus ausgewählten Beständen mit nachgewiesenem P. alni-Vorkommen (zugelassene Saatguterntebeständen, Plantagen, Wald, Ufergehölz) für die Gewinnung von Klonen und Nachkommenschaften (TI, JKI)

2. Entwicklung eines Standardverfahrens zur Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegenüber P. alni (Resistenztest) (JKI)

3. Prüfung von Plantagensaatgut, Saatguterntebeständen und Kreuzungsnachkommenschaften (JKI)

4. In-vitro-Vermehrung aussichtsreicher Klone aus Einzelpflanzenselektion (TI)

5. Vermehrung selektierten Pflanzenmaterials für spätere Anlage einer Klonprüfung (TI)

6. Adaption und Standardisierung histologischer Techniken für die Untersuchung von Wurzeln hinsichtlich Resistenzmechanismen und Gewebebesiedlung auf Zellebene (JKI)

7. Molekulargenetische Identifizierung von Erlenklonen (TI)

8. Infektionsversuche an selektierten Klonen und Kombination der Methoden

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

1.2015 - 5.2018

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: FKZ 22021911
Förderprogramm: FNR
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 0