Stellvertretende Institutsleitung

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Anna Frerck
Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie

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Forstwirtschaftliche Gesamtrechnung

Projekt

 (c) Markus Dög; aid infodienst/P. Meyer

Forstwirtschaftliche Gesamtrechnung der Bundesrepublik Deutschland

Die Forstwirtschaft als Teil der Volkswirtschaft ist in vielfältiger Weise in das wirtschaftliche Geschehen Deutschlands eingebunden. Sie verwendet Güter als Vorleistungen, sie tätigt Anlageinvestitionen und trägt selber durch die Produktion von Holz und Nebenprodukten zur Güterentstehung bei. Ebenso schafft sie Einkommen, die auf die an der Produktion beteiligten Wirtschaftseinheiten verteilt werden. Zudem besitzen die Forstbetriebe Vermögen in Form ihrer Waldbestände.

Hintergrund und Zielsetzung

Die Forstwirtschaftliche Gesamtrechnung (FGR) wird jährlich vom Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie erstellt und bietet einen Überblick über die Entstehung der Güter und Einkommen im Wirtschaftsbereich Forstwirtschaft als ein Teil der deutschen Volkswirtschaft.

Zielgruppe

Politik, Verbände

Vorgehensweise

Ausgangspunkt für die Berechnung der Kennzahlen der Forstwirtschaftlichen Gesamtrechnung sind die Buchführungsergebnisse des Testbetriebsnetzes Forst des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Die jährlich erhobenen Wirtschaftsdaten der Teilnehmerforstbetriebe des Staats-, Körperschafts- und Privatwaldes größer 200 ha Holzbodenfläche werden unter Verwendung weiterer Datenquellen für das Bundesgebiet hochgerechnet.

Daten und Methoden

Die wichtigsten Datenquellen für die Forstliche Gesamtrechnung sind das Testbetriebsnetz Forst des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Daten zur Maschinenbestandsstruktur des Kuratoriums für Forstwirtschaft (KWF), Preisdaten zu Holzsortimenten des Statistischen Bundesamtes sowie Daten zur Energiepreisentwicklung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Unsere Forschungsfragen

Wie entstand der Produktionswert im Wirtschaftsbereich Forstwirtschaft im Berichtsjahr und wie wurde er verwendet?

Vorläufige Ergebnisse

Die Ergebnisse der Forstwirtschaftlichen Gesamtrechnung für das Berichtsjahr 2015 sind von Umstellungen des Berechnungsverfahrens der  verwendungsseitigen Einschlagsrückrechnung beeinflusst. Im Mehrjahresmittel (2003-2012) liegt der bundesweite Einschlag nach dem neuen Verfahren um 15,3 % höher als das alte verwendungsseitige Einschlagsrückrechnungsverfahren des TI-WF.

Im Berichtsjahr 2015 stieg der Produktionswert des Wirtschaftsbereiches Forstwirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 9,4 % auf 5,5 Mrd. Euro an. An der Entstehung des Produktionswertes hatte die Erzeugung forstwirtschaftlicher Güter einen Anteil von 82,5 % und die Erzeugung forstwirtschaftlicher Dienstleistungen einen Anteil von 17,5 %.
Mit 3,3 Mrd. Euro ist der Wert des erzeugten Nadellangholzes gegenüber dem Vorjahr um 16,7 % gestiegen. Es hat einen Anteil von 59,9 % am Produktionswert.

Mit 1,45 Mrd. Euro stieg der Nettounternehmensgewinn im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 22,7 %. Der Nettounternehmensgewinn bewegt sich hiermit auf einem Rekordniveau. Deutliche Unternehmensgewinne konnte der Wirtschaftsbereich Forstwirtschaft jedoch erst in jüngerer Zeit erwirtschaften. Bis zur Mitte der 2000er Jahre wies der Wirtschaftsbereich Forstwirtschaft entweder marginale Gewinne oder Unternehmensverluste aus.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

Daueraufgabe 1.2001

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 1

  1. Seintsch B, Rosenkranz L (2014) Erneutes Rekordergebnis der Forstwirtschaft : auch ein Grund zur Nachdenklichkeit? - Ergebnisse der Forstwirtschaftlichen Gesamtrechnung 2012. Holz Zentralbl 140(13):316-317
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