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Biobasierte Hotmelt-Klebstoffe

Projekt

BIOHM (c) Thünen-Institut
BIOHM (© Thünen-Institut)

Entwicklung biobasierter nicht reaktiver Hotmelt-Klebstoffe

Hotmelt-Klebstoffe sind wichtige Industrieklebstoffe, die in großer Menge im Verpackungs- und Möbelsektor eingesetzt werden. Zurzeit werden sie praktisch ausschließlich aus petrochemischen Erzeugnissen hergestellt. Der Einsatz von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen erhöht den biobasierten Anteil von Hotmelt-Klebstoffen und schont fossile Ressourcen.

Hintergrund und Zielsetzung

Nicht reaktive Hotmelt-Klebstoffe sind wichtige Industrieklebstoffe, insbesondere für die Verpackungs-, Hygieneartikel-, Holz- und Möbelindustrie. Hotmelt-Klebstoffe bestehen typischerweise aus verschiedenen Grundstoffen. Hauptbestandteile sind ein Basispolymer, ein klebrig machendes Harz und Wachse. Zur Optimierung der Produkt- und Verarbeitungseigenschaften werden darüber hinaus verschiedene Additive eingesetzt. Die aktuell verwendeten Komponenten gehen praktisch ausschließlich auf petrochemische Rohstoffe zurück. Neue Hauptkomponenten aus nachwachsenden Rohstoffen als Substituenten für diese konventionellen Bestandteile werden eine ressourcenschonende Generation von Hotmelt-Klebstoffen hervorbringen.

Ziel dieses Projektes ist es, neuartige biobasierte Hotmelt-Klebstoffe für Papier- und Kartonverpackungen zu entwickeln. Für den Ersatz der Hauptkomponenten konventioneller Klebstoffe werden hierfür neue biobasierte Polyester entwickelt. Als Ausgangsstoffe werden ausschließlich Substanzen eingesetzt, die bereits heute aus nachwachsenden Rohstoffen industriell hergestellt werden können.

Vorgehensweise

Zunächst werden neue biobasierte Polyester synthetisiert und hinsichtlich ihrer Eignung als mögliche Basiskomponenten für Hotmelt-Klebstoffe untersucht. Darauf basierend werden Hotmelt-Klebstoffe hergestellt und für die Anwendung in Papier- und Kartonverpackungen optimiert. In der abschließenden Projektphase prüfen und bewerten wir die biobasierten Klebstoffe bezüglich ihrer Kompatibilität mit bestehenden industriellen Verarbeitungsverfahren.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Geldgeber

  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

11.2015 - 6.2018

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 22026314
Förderprogramm: FNR
Projektstatus: läuft