Ralbitz-Rosenthal

Portrait

Agrarische Wurzeln mit bikulturellem Hintergrund

Beide ehemals eigenständigen Gemeinden liegen im Kernsiedlungsgebiet der Sorben. Umgangssprache in der zweisprachigen Gemeinde ist Sorbisch. Traditionell war die Gemeinde agrarisch geprägt. Der umfangreiche Beschäftigungsabbau in der Landwirtschaft und das Wegbrechen vieler industrieller Arbeitsplätze im Umland stellte die Einwohner nach 1989 vor große Herausforderungen. Die derzeitige Landwirtschaft in der Gemeinde wird vor allem durch ortsansässige landwirtschaftliche Großbetriebe geprägt. Ergänzt wird die Wirtschaftsstruktur durch kleinere Gewerbebetriebe, die oftmals auch überregional aktiv sind. Insgesamt sind 247 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Gemeinde tätig. Der größte Anteil der Berufstätigen pendelt zur Arbeit aus.

Demografische Herausforderungen

Die Einwohnerzahl nahm von 2003 bis 2013 aufgrund von Abwanderungen um 7,5 Prozent ab. Die Ursachen liegen vor allem in den fehlenden Möglichkeiten wohnortnaher Hochschul- und beruflicher Ausbildung sowie in einem Mangel an Arbeitsplätzen. Als „jüngste Gemeinde“ Sachsens bekannt geworden, ist die Gemeinde bestrebt, durch attraktive Bauplatzangebote junge Familien zum Bleiben oder zur Rückkehr zu bewegen.

Auf einen Blick
Gemeinde mit zehn Ortsteilen in Sachsen
1.716 Einwohner (Stand 2013)
Schule, Kindergarten und -krippe, Arzt, Bäckereien