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Agrarvögel und Landnutzung in Niedersachsen

Projekt

Agrarvögel und Landnutzung in Niedersachsen – ein Kooperationsprojekt zwischen Wissenschaft und Ehrenamt

Die Vögel der Agrarlandschaft wie z.B. Feldlerche und Goldammer sind in den vergangenen Jahrzehnten in ihren Beständen zurückgegangen. Wir forschen nach den möglichen Ursachen und betrachten dazu den Zusammenhang zwischen Veränderungen der Landnutzung und der Bestandsentwicklung dieser Vögel. Die Ergebnisse tragen wesentlich dazu bei, zielgerichtete und regional differenzierte Maßnahmen zu entwickeln, um negativen Bestandstrends der Agrarvögel entgegen zu wirken.

Hintergrund und Zielsetzung

Die Vögel der Agrarlandschaft nutzen landwirtschaftliche Flächen sowie  Strukturelemente in der Landschaft, wie beispielweise Hecken, zum Brüten oder für ihre Futtersuche. Ihre Bestände haben in den vergangenen Jahrzehnten einen Rückgang erfahren, der vor allem mit einer veränderten Landnutzung und dem Wandel der Landschaft in Verbindung gebracht wird. Wie stark dieser Zusammenhang ist, wollen wir im Projekt ergründen. Um die Ursachen der Bestandsrückgänge zu ermitteln, ziehen wir Daten des Monitoringprogrammes häufiger Brutvögel in Niedersachsen sowie Landwirtschaftsdaten heran, die räumlich und zeitlich hoch aufgelöste Informationen über die Dynamik der agrarischen Flächennutzung liefern.Unsere Analysen sollen den Beitrag verschiedener Landnutzungsänderungen auf  die Bestandsentwicklung der Agrarvögel bestimmen. Weiterhin soll identifiziert werden, wie sich die Bestände der Agrarvögel in unterschiedlichen Regionen in Niedersachsen entwickelt haben.

Zielgruppe

Politik, Wissenschaft, Ornithologen

Vorgehensweise

In einem ersten Arbeitsschritt untersuchen wir die zeitliche Entwicklung einer Reihe von Parametern, die Art und Intensität der Landbewirtschaftung beschreiben und für die ein Effekt auf die Agrarvögel erwartet wird. Aus dieser Analyse leiten wir anschließend Regionen in Niedersachsen ab, die sich durch die ausgewählten Variablen des Landnutzungswandels charakterisieren lassen. Parallel dazu berechnen wir die Entwicklung der Agrarvogelbestände auf den Probeflächen des Brutvogel-Monitorings, die in einem letzten Schritt mit den zeitlichen Trends der Landnutzungsänderungen und den Regionen in Beziehung gesetzt werden.

Daten und Methoden

  • Verwendung von InVeKoS-Daten Niedersachsen für die Jahre 2005-2015/2016
  • Verwendung der Daten des Monitorings häufiger Brutvögel (MhB) Niedersachsen in Bezug auf die Agrarvögel im gleichen Zeitraum
  • Nutzung weiterer räumlich expliziter Datensätze (ATKIS etc.)
  • Berechnung von Landschaftsstrukturmaßen
  • Einteilung der Gesamtgruppe der Agrarvögel in verschiedene Vogelartengruppen
  • Verwendung statistischer Methoden zur Analyse räumlicher und zeitlicher Muster

Unsere Forschungsfragen

  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen Landnutzungswandel und Bestandsentwicklungen der Agrarvögel
  • Ist die Reaktion der Agrarvögel abhängig von Regionen, in denen der Landnutzungswandel unterschiedlich abläuft?
  • Reagieren verschiedene Gruppierungen der Agrarvögel unterschiedlich auf die Landnutzungsänderungen?

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

8.2017 - 7.2019

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 1

  1. Jerrentrup S, Dauber J, Strohbach MW, Mecke S, Mitschke A, Ludwig JA, Klimek S (2017) Impact of recent changes in agricultural land use on farmland bird trends. Agric Ecosyst Environ 239:334-341, DOI:10.1016/j.agee.2017.01.041