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Wie gut ist die Luftqualität in Tierställen?

Projekt

In einem Geflügelstall (c) Thünen-Institut
In einem Geflügelstall (© Thünen-Institut)

Messung und Bewertung der Luftqualität (Gase, Stäube, Bioaerosole) in der Tierhaltung als Beitrag zur Verbesserung der Tiergesundheit und der Arbeitsplatzhygiene

Schlechte Luft im Stall kann die Atemwege von Nutztieren schädigen; Lungenfunktionsstörungen sind auch bei Landwirten und Tierärzten anerkannte Berufserkrankungen. Wir untersuchen die Zusammensetzung der Luft in Tierställen, um ihre Qualität zu verbessern und Krankheiten vorzubeugen.

Hintergrund und Zielsetzung

In Tierställen ist die Konzentration von Ammoniak, Staub und Bioaerosolen allgemein hoch. Die Gesundheit der Tiere und der dort arbeitenden Menschen kann darunter leiden. Neben der Menge der luftfremden Stoffe spielt auch die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten eine Rolle. Daher ist es wichtig, diese "ganzheitlich" zu betrachten.

Vorgehensweise

Wir erfassen möglichst viele Luftinhaltsstoffe parallel und kontinuierlich über längere Zeiträume. Zu diesem Zweck entwickeln und bauen wir auch selber Messgeräte.

Unsere Forschungsfragen

Um Maßnahmen für eine bessere Luftqualität abzuleiten, interessiert uns vor allem, wie Luftgüte und Haltungsform beziehungsweise Stallmanagement zusammenhängen.

Vorläufige Ergebnisse

Die Luftqualität ist von der Tierart, der Haltungsform und dem Stallmanagement abhängig. Einen großen Einfluss haben auch allgemeine Aktivitäten im Stall: So sind die Konzentrationen von Staub und Bioaerosolen nachts, wenn die Tiere ruhen, zehnmal niedriger als tagsüber. Bei Schweinen sorgt eine partielle Unterflurabsaugung dafür, dass sich Ammoniakkonzentrationen im Stall auf weniger als ein Viertel verringern. Wird bei Geflügel der Kot zweimal pro Woche statt sonst nur einmal über Kotbänder abgeführt, sinken auch die Ammoniakbelastungen im Stall auf unter ein Drittel.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

Daueraufgabe 1.2001