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Wie Agrarumweltprogramme wirken

Projekt

Ackerrandstreifen (c) Jan Freese_pixelio.de
Ein Blühstreifen aus Phacelia begrenzt ein Getreidefeld. (© Jan Freese_pixelio.de)

Analyse der Wirkungen von Agrarumweltprogrammen

Auf die Landwirte kommt es an: Sie müssen Blühflächen pflegen, Dünger mit verbesserten Techniken ausbringen, Ökologischen Landbau treiben, wenn Agrarumweltprogramme für den Schutz von Klima und Umwelt wirken sollen.

Unsere Aufgabe ist einerseits abzuschätzen, wie Agrarumweltprogramme im Ganzen auf die Umwelt wirken, andererseits, wie sie die Bedingungen einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft beeinflussen. Wir führen entsprechende Analysen durch. Sie basieren auf Statistik-, Monitoring- und Buchführungsdaten und umfassen verschiedene Teilräume der Bundesrepublik Deutschland und Vergleiche zu anderen Mitgliedsstaaten der EU. Daraus leiten wir Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Agrarumweltprogramme ab.

Hintergrund und Zielsetzung

Im Rahmen der EU-Agrarpolitik werden Agrarumweltmaßnahmen gefördert, die unter anderem Schutzziele für Wasser, Boden, Klima und Biodiversität verfolgen. Sowohl die Ziele als auch die Rahmenbedingungen ändern sich im Zeitverlauf und müssen an die neuen Herausforderungen angepasst werden.

Aus unserem Projekt formulieren wir Empfehlungen, wie die bereits laufenden Maßnahmen noch effektiver und effizienter gestaltet werden können und welche neuen Maßnahmen in die Agrarumweltprogramme aufgenommen werden sollten.

Vorgehensweise

Wir gewinnen einen umfassenden Überblick über das mögliche Maßnahmenspektrum, weil wir nicht nur direkt vergleichen, wie in verschiedenen Bundesländern und EU-Staaten Agrarumweltmaßnahmen umgesetzt werden, sondern auch gemeinsam mit Stakeholdern aus der landwirtschaftlichen Praxis eigene Projekte realisieren und die Literatur dazu kontinuierlich recherchieren.

Der Reiz dieses Projektes liegt darin, viele Informationen zusammenzuführen und daraus die effizientesten Maßnahmen zu kreieren. Effizienz bedeutet in diesem Zusammenhang, dass mit den eingesetzten finanziellen Mitteln möglichst viel positive Umweltwirkung erzielt wird. Dabei sind die Personalkosten in der öffentlichen Verwaltung, die Beratungsleistungen und die Ausgaben der Landwirte, die die Maßnahmen umsetzen, entscheidende Faktoren.

Daten und Methoden

Wir werten die Literatur aus und wir leiten Schlussfolgerungen ab, die auf agrarstatistischen Erhebungen und einzelbetrieblichen Daten sowie Informationen aus Monitoring-Programmen und zum Teil auch Expertenbefragungen basieren.

Vorläufige Ergebnisse

Nach der EU-Agrarreform im Jahr 2014 ist neu zu bestimmen, wie Agrarumweltprogramme auszurichten und welche Schwerpunkte zu setzen sind. Neu eingeführt wurde eine Komponente zur Ökologisierung: das sogenannte Greening. Das hob die Anforderungen dafür, wie zukünftig Maßnahmen auszugestalten sind. Es wird zu berücksichtigen sein, wie sich der Einsatz verfügbarer Mittel hin zu mehr Klimaschutz verschiebt.

Als Ergebnis der bisherigen Projektarbeiten konnten wir zum Beispiel einen umfangreichen Katalog von Wasserschutzmaßnahmen zusammenstellen, der vielen Fachleuten und Entscheidungsträgern einen umfassenden Überblick über Kosten und Wirkungen aktueller Agrarumweltmaßnahmen gibt. Des Weiteren konnten wir in empirischen Untersuchungen auf Grundlage einzelbetrieblicher Buchführungs- und Monitoringdaten positive Umweltwirkungen von Agrarumweltmaßnahmen statistisch nachweisen.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

1.2001 - 12.2017

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 0