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Institut für Waldökosysteme

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Ökologische Belastungsgrenzen von Wäldern (Bodenzustandserhebung)

Projekt

Buche (c) Nadine Eickenscheidt
freistehende Buche (© Nadine Eickenscheidt)

Gefährden Stickstoff- und Schwefeleinträgen unseren Wald langfristig? Beeinflussen Prozesse wie Bodenversauerung, Eutrophierung oder die Ausbildung von Nährstoffungleichgewichten unsere Waldböden negativ? Im Rahmen der Bundesweiten Bodenzustandserhebung im Wald gehen wir diesen Fragen durch die Berechnung von ökologischen Belastungsgrenzen auf den Grund.

Hintergrund und Zielsetzung

Im Unterschied zu direkten Auswirkungen von Luftschadstoffen auf Waldökosysteme (z.B. Nekrosen und Absterben von Nadeln und Blättern) sind langfristige und indirekte Schadeffekte wie Bodenversauerung, Eutrophierung und Nährstoffungleichgewichte weniger offensichtlich. Zur Abschätzung ebendieses langfristigen Gefährdungspotenzials werden standortspezifische kritische Belastungsgrenzen, sog. Critical Loads berechnet. Deren Unterschreitung führt nach bisherigem Wissensstand langfristig (100 Jahre) nicht zu Veränderungen des Systems in Struktur und Funktion (Nilsson and Grennfelt 1988). Critical Loads dienen aus diesem Grund als Instrument zur Festlegung von Zielen zur Emissionsreduktion und sind in das Europäische Luftreinhalteübereinkommen der UNECE seit Mitte der 80iger Jahre implementiert.

Ziel des Projektes ist es im Rahmen der Bundesweiten Bodenzustandserhebung im Wald (BZE) die Critical Loads und deren Überschreitungen für versauernd und eutrophierend wirkende Schwefel- und Stickstoffverbindungen zu berechnen.

Nilsson and Grennfelt 1988: Critical Loads for Sulphur and Nitrogen. The Nordic Council of Miniaters. Kopenhagen. Report 1988, 15.

Vorgehensweise

Die Depositionsraten an den BZE-Standorten werden den systeminternen Puffer- und Speicherprozessen gegenübergestellt und gefährdete Standorte identifiziert und kartiert. Die kritischen Belastungsgrenzen sind erreicht, wenn bestimmte Kennwerte in der Bodenlösung (Critical Limits) über- bzw. unterschritten werden. Solche Grenzkriterien sind beispielweise der pH-Wert, die Konzentration toxischer Aluminium-Ionen sowie das molare Verhältnis von Aluminium-Ionen zu basischen Kationen.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

2.2009 - 6.2018

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 0