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Ackerbau und Unternehmensformen in Russland und Ukraine

Projekt

Ackerbau und Unternehmensformen in Russland und Ukraine (c) agri benchmark/Tanja Möllmann
Ackerbau und Unternehmensformen in Russland und Ukraine (© agri benchmark/Tanja Möllmann)

Perspektiven von Betriebs- und Anbaustrukturen sowie Produktionssystemen im Ackerbau Russlands und der Ukraine

Wie wird sich der Ackerbau in Russland und der Ukraine entwickeln? Mit dem Ende der direkten staatlichen Kontrolle über die Landwirtschaft und dem Zugang zu neuen Technologien und  Sorten stellt sich die Frage nach künftigen Betriebsstrukturen. Sind Agroholdings langfristig wettbewerbsfähig? Welche Perspektiven ergeben sich für neue Kulturen wie Mais und Soja?

Hintergrund und Zielsetzung

In enger Kooperation mit Partnern vor Ort erfassen und analysieren wir die wirtschaftlichen Treiber für Unternehmens- und Anbaustrukturen. Auf dieser Grundlage treffen wir Einschätzungen und Prognosen darüber, wie sich die Landwirtschaft in den Untersuchungsländern mittel- und langfristig entwickeln wird.

Zielgruppe

Politik, Verbände, Agribusiness

Vorgehensweise

Wir kooperieren mit nationalen Partner-Institutionen in den Ländern sowie mit Produzenten vor Ort, um einzelbetriebliche Zahlen über  Produktionssysteme, Anbau- und Unternehmensstrukturen zu erheben.

Daten und Methoden

Die betriebswirtschaftlichen Daten genererieren wir über das Netzwerk agri benchmark. Wir nutzen sie, um (a) die Wirtschaftlichkeit von kulturarten-spezifischen Produktionssstemen und/oder (b) von landwirtschaftlichen Betrieben zu analysieren.

Ergebnisse

Unsere Ergebnisse zeigen, dass Agriholdings im Ackerbau einen starken Wettbewerbsvorteil hinsichtlich Kapitalzugang und -kosten haben. Darüber hinaus erzielen sie in Ein- und Verkauf vorteilhaftere Preise. Demgegenüber steht, dass sie weniger effizient sind, mit niedrigeren Erträgen und höheren Overheadkosten als sehr gut wirtschaftende Einzelbetriebe. Unter dem Strich zeigen unsere Ergebnisse, dass typische gut wirtschaftende Einzelbetriebe höhere Grundrenten erzielen als Agriholding-Mitgliedsbetriebe gleicher Größe. Wenn es Agriholdings gelingt, ihren Effizienznachteil zu verringern, wird ihr wirtschaftlicher Nachteil in der Zukunft möglicherweise verschwinden. Als wahrscheinliche Strategie hierzu wurden Dezentralisierung und die Stärkung des Managements auf Ebene der Agriholding-Mitgliedsbetriebe identifiziert.

Detailliertere Ergebnisse finden sich unter:

Walther S  2014  Determinants of competitiveness of agroholdings and independent farms in Ukrainian arable production, Thünen Institut.


Zimmer Y 2012 Rapeseed in Central and Eastern Europe - A lot of Room for Growth, agri benchmark Cash Crop Working Paper 2012/1; download: www.agribenchmark.org/fileadmin/Dateiablage/B-Cash-Crop/Working-Paper/cc-1201-rapeseed-YZ-en.pdf

Walther S, Davier Z von (2017) Competitive advantages and disadvantages of agriholdings and independent farms - a case study from Ukrainian arable production. Int J Agric Manag 6(2):62-70, DOI:10.5836/ijam/2017-06-62   

DOI:10.5836/ijam/2017-06-62   

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Zeitraum

10.2013 - 11.2017

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: abgeschlossen

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 1

  1. Zimmer Y (2012) Rapeseed in Central and Eastern Europe - a lot of room for growth. agri benchmark, 8 p, Working Paper agri benchmark Cash Crop Network 1/2012
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