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Warum Fischereimanagement manchmal scheitert

Projekt

Risiko im Fischereimanagement (c) Thünen-Institut/SF
(© Thünen-Institut/SF)

Woran liegt es, dass das Fischereimanagement manchmal scheitert? Risikoanalysen zu verschiedenen Aspekten des Fischereimanagements können darüber Aufschluss geben.

Hintergrund und Zielsetzung

Immer mehr Managementpläne werden derzeit verabschiedet, die eine nachhaltige Bewirtschaftung garantieren sollen. Es ist deshalb sehr bedeutsam, das Risiko einer nicht-nachhaltigen Bewirtschaftung in Langzeitmanagementplänen abschätzen zu können. Dabei versuchen wir sowohl die Hauptfaktoren für eine negative Bestandsentwicklung zu identifizieren (zum Beispiel Rekrutierungsausfall aufgrund klimatischer Verhältnisse, illegale Fischereiaktivitäten), als auch robuste Regeln für Fangquoten und geeignete Managementmaßnahmen zu finden. Sie sollen das Risiko minimieren, dass ein Bestand zusammenbricht.

Zielgruppe

Wissenschaft, Politik, Wirtschaft

Vorgehensweise

Sogenannte "Management strategy evaluations" (MSEs) sind komplexe Modellieransätze. Sie simulieren einen Bestand, gleichzeitig den gesamten Managementzyklus vom Assessment bis zur Implementierung von Fangquoten. Alle Unsicherheiten und möglichen gerichteten Fehler (zum Beispiel illegale Anlandungen) sind einbezogen. Mit Hilfe der MSEs können wir testen, wie robust Bewirtschaftungsregeln sind, und ob ein Managementplan mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung führt - bzw. welche Faktoren dies verhindern. Wir nehmen regelmäßig an Evaluierungen von Managementplänen innerhalb von Arbeitsgruppen des internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) und des EU-Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses für die Fischerei (STECF) teil.

Unsere Forschungsfragen

  • Welche Regeln zur Festsetzung von Quoten sind robust genug, um eine nachhaltige Bewirtschaftung von Beständen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu garantieren?
  • Welche Faktoren können zum Scheitern von Managementplänen führen?

Vorläufige Ergebnisse

Diverse Managementplan-Evaluierungen des ICES und STECF

Links und Downloads

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

1.2008 - 12.2020

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 3

  1. Kraak SBM, Bailey N, Cardinale M, Darby C, De Oliveira JA, Eero M, Graham N, Holmes SJ, Jakobsen T, Kempf A, Kirkegaard E, Powell J, Scott RD, Simmonds EJ, Ulrich C, Vanhee W, Vinther M (2013) Lessons for fisheries management from the EU cod recovery plan. Mar Policy 37:200-213, DOI:10.1016/j.marpol.2012.05.002
  2. Simmonds J, Jardim E, Casey J, Abella JA, Andersen J, Bailey N, Bertignac M, Cardinale M, Curtis H, Daskalov G, Delaney A, Döring R, Garcia Rodriguez M, Gascuel D, Graham N, Gustavson T, Jennings S, Kenny A, Stransky C, Kempf A, et al (2012) Management plans part 2 - developing area vased management plans (STECF-12-14). Luxembourg: Publications Office of the European Union, 72 p, EUR Sci Techn Res Ser
  3. Simmonds J, Kraak SBM, Berkenhagen J, Cardinale M, Cerviño S, Da Rocha Alvarez JM, Curtis H, Döring R, Eero M, Kempf A, Holmes SJ, Gascuel D, Graham N, Gustavsson T, Jennings S, Kenny A, Kirkegaard E, Kraak SBM, Kuikka S, Stransky C, et al (2011) Evaluation of multi-annual plans for cod in Irish Sea, Kattegat, North Sea, and West of Scotland (STECF-11-07) : This report was reviewed by the STECF during its 37th plenary meeting held from 11 to 25 July, 2011 in Copenhagen, Denmark. Luxembourg: Publications Office of the European Union, 358 p, JRC Sci Techn Rep