Federführendes Institut

Veredelung von Pyrolyseölen

Projekt

Upgrading (c) Thünen-Institut
Upgrading (© Thünen-Institut)

Entwicklung eines kombinierten Verfahrens zur Veredelung von Pyrolyseöl mit biogenen Alkoholen und Wasserstoff

Weltweit fahnden Forscher und Ingenieure nach optimalen Verfahren, chemische Grundstoffe und Treibstoffe aus Biomasse zu erzeugen. Pyrolyseöle sind dabei eine wichtige Zwischenstufe. Sie müssen veredelt werden, um Treibstoffe zu gewinnen. In unserem Projekt untersuchen wir, ob das Verestern und die Acetalbildung sowie die anschließende Behandlung mit Wasserstoff das leisten kann.

Hintergrund und Zielsetzung

Ziel des Projekts ist, aus rohem Pyrolyseöl ein Produkt mit deutlich verbesserten Eigenschaften zu erzeugen. Es soll sowohl für eine motorische Nutzung taugen - und besser in Raffinerien zu verarbeiten sein - als auch zur Quelle für Basischemikalien (Aromaten, Cycloalkane). Säuregehalt, Wasseranteil und Viskosität von Pyrolyseölen wollen wir dabei vermindern, den Heizwert und die Lagerstabilität merklich erhöhen. Bei der Aufbereitung soll ein möglichst hoher Anteil der primär in der Biomasse vorhandenen Energie erhalten bleiben. Damit könnten wir einen signifikanten Beitrag leisten, bei den flüssigen Brenn- und Kraftstoffen 60 % der Treibhausgase einzusparen. Für trockene, biogene Reststoffe aus Land- und Forstwirtschaft ergäbe sich ein langfristiger Absatzmarkt.

Vorgehensweise

Wir erproben Katalysatoren in Batch- und kontinuierlichen Versuchen. Dabei setzen wir kommerzielle Katalysatoren ein, Muster beziehen wir aus der Industrie. Durch Variation der Parameter Zeit und Druck soll vor allem deren mechanische Langzeitstabilität und Aktivität erprobt werden. Wir wollen eine kontinuierliche, mehrstufige Hydrieranlage aufbauen und betreiben, Produkte charakterisieren und Massenbilanzen aufstellen.  

Unsere Forschungsfragen

Können Pyrolyseflüssigkeiten für Treibstoffe so veredelt werden, dass sie sich in einen herkömmlichen Raffinerieprozess einschleusen lassen?

Ergebnisse

Erste Ergebnisse werden im Sommer 2015 erwartet.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Geldgeber

  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
    (national, öffentlich)