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Wirtschaftliche Bedeutung der Tierhaltung für Haushalte in Sub-Sahara Afrika

Projekt

 (c) Wolfgang Bayer (Göttingen)

Wirtschaftliche Bedeutung der Tierhaltung für Haushalte in Afrika südlich der Sahara

Die verschiedenen Tierhaltungssysteme sowie deren wirtschaftliche Bedeutung für afrikanische Haushalte werden untersucht.

Hintergrund und Zielsetzung

Ein großer Teil der ländlichen Haushalte in Afrika südlich der Sahara hängt von der Tierhaltung als Einkommensquelle und für den Eigenverbrauch ab. In Subsahara-Afrika sind Tiere und tierische Erzeugnisse für viele kleinbäuerliche Produktionssysteme die bedeutendsten, für die Vermarktung vorgesehenen Produkte. Der Verkauf von tierischen Erzeugnissen wie Milch, Eier und Wolle ist eine relativ konstante Einkommensquelle, während Verkäufe von lebenden Tieren, Fleisch und Häuten erhebliche sporadische Einkommen erzeugen. Darüber hinaus kann die Zugkraft des Viehs für den Transport oder auf dem Acker verwendet werden und anfallender Dung kann als organischer Dünger auf den  Feldern verwendet werden.

Dieses Projekt konzentriert sich auf die Analyse der Tierhaltung und ihre Bedeutung für die Haushalte als eine vielseitige Wirtschaftsunternehmung für afrikanische Haushalte.

Zielgruppe

Ziegruppe sind politische Entscheidungsträger in afrikanischen Staaten südlich der Sahara, internationale Organisationen, NGOs, u. a.

Vorgehensweise

Methodisch wird ein Mikrosimulationsmodell mit einem allgemeinen (MAGNET) und einem partiellen (AGMEMOD) Gleichgewichtsmodell kombiniert.  Die Studie nutzt die LSMS (Living Standards Measurement Study) Daten der Weltbank, die für mehrere afrikanischen Länder erhoben wurden. Die LSMS Datensätze umfassen Angaben zur landwirtschaftlichen Produktion und Tierhaltung auf Haushaltsebene. Diese Daten werden mit ökonometrischen Messmethoden untersucht, um die Wirkung von Tierhaltung und deren kommerzieller Nutzung auf Haushaltsebene herauszufinden. Darüber hinaus werden die ökonometrischen Ergebnisse mit Partiellen und Gleichgewichts-Modellen gekoppelt. Dieses Vorgehen vereint die Vorteile der Mikrosimulation mitsamt ihrer detaillierten Berücksichtigung der Haushalte mit den Vorteilen der allgemeinen Gleichgewichtsmodelle (MAGNET) und partiellen Gleichgewichtsmodelle (AGMEMOD).

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

10.2012 - 12.2016

Publikationen zu dem Projekt

Anzahl der Datensätze: 1

  1. Gonzalez Mellado AA, Kuhlgatz C, Salamon P (2014) Modeling the economic contribution of livestock to households in African countries - what data do we have and what do we still need? In: Conference proceedings of the 2014 GTAP conference in Dakar, Senegal. Purdue: GTAP, p 18