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Institut für

SF Seefischerei

Projekt

Neuartige Krabbenschälmaschine soll Wertschöpfungskette der Nordseekrabbe verbessern


Federführendes Institut SF Institut für Seefischerei

© Beate Büttner

Die an der Nordseeküste gefangenen Garnelen (Crangon crangon;  "Krabben") werden heute überwiegend in Marokko in Handarbeit entschält. Wir untersuchen die Möglichkeiten des Einsatzes einer neuen maschinellen Krabbenschältechnik zur regionalen Verarbeitung und Vermarktung der Krabben. 

Hintergrund und Zielsetzung

Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) zielt darauf ab, Lösungsansätze für eine regionale Wertschöpfungskette zu identifizieren und diese vollumfänglich hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) nach wissenschaftlichen Kriterien und Standards zu bewerten. Hierzu analysieren wir sowohl technische als auch organisatorische Fragen z.B. einer regionalen, maschinellen Krabbenschälung unter Einsatz einer neuen innovativen Krabbenschältechnik mit Stoßwelle im Vergleich zu anderen technischen Lösungen. Zusätzlich untersuchen wir organisatorische Fragen bezüglich Vermarktungswegen, Effizienz der Alternativen oder der notwendigen Logistik für die Vermarktung regional geschälter Krabben.  

Zielgruppe

Krabben- und Küstenfischerei, Fachpublikum, Öffentlichkeit

Vorgehensweise

Das FuE-Vorhaben ist in fünf Arbeitspakete gegliedert:

1. Projektkoordination und Öffentlichkeitsarbeit: Das Thünen-Institut für Seefischerei hat die Gesamtkoordination des Vorhabens inne und organisiert die Projekttreffen inklusive der Zusammenarbeit mit dem Projektbeirat. Zusätzliche Aufgabe ist der Wissenstransfer und die Publikation von Zwischen- und Endergebnissen.

2. Bau und Erprobung neuartige Krabbenschälmaschine: In diesem Arbeitspaket wird durch das Unternehmen US Processing Klever die neuartige Krabbenschälmaschine gebaut und erprobt werden. Dazu kommt eine Zusammenarbeit mit insbesondere AP 4 zur Analyse der Wirtschaftlichkeit der neuartigen Krabbenschältechnik. 

3. Effizienzanalyse Krabbenfischerei: Die Professur für landwirtschaftliche Marktlehre der Universität Göttingen (Prof. Dr. Bernhard Brümmer) wird die ökonomische Effizienz der deutschen Krabbenfischerei analysieren. Dies wird unter dem Gesichtspunkt geschehen, dass es zu einer regionalen Krabbenschälung in der Zukunft kommt.

4. Betriebswirtschaftliche Analysen und Innovationsdiffusion Krabbenschälmaschine: Das Thünen-Institut für Seefischerei wird in diesem AP die Wirtschaftlichkeit der neuartigen Krabbenschälmaschine untersuchen. Hierbei werden Änderungen in der Vermarktung (aus AP 5) und die Ergebnisse der technischen Erprobung (AP 2) einbezogen. 

5. Marktanalyse für regional geschälte Krabben: Der Aufbau einer regionalen Krabbenschälung würde eine völlig neue Vermarktung erfordern. Deshalb untersucht die Professur für Landwirtschaftliche Marktlehre der Universität Göttingen (Prof. Dr. Achim Spiller) die Möglichkeiten für eine regionale Krabbenschälung und der daraus resultierenden Möglichkeiten und notwendigen Veränderungen in der Krabbenvermarktung. 

Unsere Forschungsfragen

Wie könnte eine regionale Krabbenschälung wettbewerbsfähig gegenüber der bisherigen Handschälung in Marokko sein? 

Vorläufige Ergebnisse

Die Ergebnisse werden spätestens zum 30.11.2024 auf der Homepage des Thünen-Instituts veröffentlicht oder verlinkt. Zwischenergebnisse können jedoch schon zu einem früheren Zeitpunkt verfügbar sein. 
 
Die Ergebnisse des Vorhabens stehen allen in dem betreffenden Wirtschaftszweig oder Teilsektor tätigen Unternehmen unentgeltlich zur Verfügung. 
 
 

Links und Downloads

  • Auf SpiegelOnline erschien am 26.3.2022 ein Beitrag anlässlich der Mittelübergabe.
  • Arte berichtete in einer Reportage vom 12.6.2022 über das Projekt.
  • In der Ostfriesenzeitung erwähnten am 24.7. und 26.7.2022 zwei Artikel unser Vorhaben.

 

Beteiligte externe Thünen-Partner

Geldgeber

  • Bundesland Niedersachsen
    (national, öffentlich)

Zeitraum

3.2022 - 11.2024

Weitere Projektdaten

Projektstatus: läuft

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