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ALL-Ready - Das Europäische Netzwerk für Reallabore und Forschungsinfrastrukturen für die Agrarökologie: Vorbereitungsphase

Projekt

Agrarlandschaft im ländlichen Raum (c) Thünen-Institut/Johannes Carolus
(© Thünen-Institut/Johannes Carolus)

Das Europäische Netzwerk für Reallabore und Forschungsinfrastrukturen für die Agrarökologie: Vorbereitungsphase

Den Weg für Agrarökologie in Europa bereiten

Hintergrund und Zielsetzung

Angesichts der wachsenden Probleme in Verbindung mit dem Klimawandel, den erschöpften natürlichen Ressourcen, der schrumpfenden biologischen Vielfalt und der geringeren Bodenqualität, braucht es neue Konzepte für die Lebensmittelproduktion. In den letzten Jahren hat das Konzept der Agrarökologie im wissenschaftlichen, landwirtschaftlichen und politischen Bereich stark an Anerkennung gewonnen. Agrarökologie in ihren verschiedenen Formen kann die Grundlage für diese Konzepte bilden und die Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaftssysteme stärken. Mit vorhandenen Instrumenten wie Reallabore oder Forschungsinfrastrukturen, die agrarökologische Innovationen ermöglichen und fördern, können neue Ansätze für eine nachhaltige Transformation der Landwirtschaft entwickelt, getestet und eingeführt werden. Aus diesem Grund wird das EU-finanzierte Projekt ALL-Ready ein neues Konzept für ein künftiges europäisches Netzwerk aus Reallaboren und Forschungsinfrastrukturen entwickeln. Das Projekt wird den Grundstein legen und die notwendigen Voraussetzungen und Aktivitäten für ein europäisches Netzwerk vorbereiten. Dazu wird ein Umsetzungsplan entwickelt und mit Hilfe eines Pilotnetzwerkes validiert.

Vorgehensweise

ALL-Ready stützt sich auf einen stark partizipatorischen Ansatz und auf Experimente in realen Situationen. Das Projekt verwendet daher selbst einen Living-Lab-Ansatz. Ein Grundprinzip von ALL-Ready ist die kontinuierliche Einbeziehung und Vernetzung von Akteuren auf lokaler, national und europäischer Ebene. Das Projekt gliedert sich in drei Phasen: eine erste Vorbereitungsphase, in der die Vision, der Rahmen und der Nutzen des europäischen Netzwerks definiert sowie die Kriterien für die Aufnahme von Reallaboren, Forschungsinfrastrukturen und anderen Open-Innovation-Aktivitäten in dem Netzwerk festgelegt werden. Dies wird es ermöglichen, aktuelle und neu entstehende Reallabore und Forschungsinfrastrukturen in ganz Europa und ihre Merkmale zu kartieren und Best-Practice-Beispiele hervorzuheben. In einer zweiten Phase werden verschiedene Voraussetzungen und Aktivitäten für das zukünftige Netzwerk vorbereitet (z. B. im Hinblick auf die Finanzierung, Governance, Kapazitätsaufbau, Daten- und Wissensmanagement). Für jeden dieser Bereiche werden Ansätze erarbeitet, die dann in einem Pilotnetzwerk getestet und anschließend bedarfsgerecht angepasst werden. Schließlich werden die Ergebnisse durch eine Vielzahl von Mechanismen in ganz Europa kommuniziert und Forschungs- und Politikempfehlungen abgeleitet. Eines der wesentlichen Ergebnisse des Projekts wird eine praxis-erprobte Strategie für die Umsetzung eines europäischen Netzwerks aus Reallaboren und Forschungsinfrastrukturen zur Stärkung der Agrarökologie im Rahmen des europäischen Forschungsprogrammes Horizon Europe sein.

Weitere Information zum Projekt sind auf der Projektwebseite verfügbar: www.all-ready-project.eu

Das Projekt wird durch das H2020 Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101000349 gefördert.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner

  • Institut national de recherche pour l’agriculture, l’alimentation et l’environnement (INRAE)
    (Paris, Toulouse, Montpellier, Avignon, Ivry-sur-Seine, Clermont-Ferrand, Rennes, Thiverval-Grignon, Dijon, Orleans, Bordeaux, Frankreich)
  • Aarhus University
    (Aarhus, Tjele, Dänemark)
  • Institute for Agricultural and Fisheries Research, (ILVO) [BE]
    (Oostende, Belgien)
  • Ecologic Institut
    (Berlin, Deutschland)
  • ÖMKi Hungarian Research Institute of Organic Agriculture
    (Budapest, Ungarn)
  • European Landowners Organization
    (Brüssel, Belgien)
  • Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
    (Frick, Schweiz)
  • Agriculture and Agri-Food Canada
    (Ottawa, Kanada)

Geldgeber

  • Europäische Union (EU)
    (international, öffentlich)

Zeitraum

11.2020 - 10.2023

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 101000349
Förderprogramm: EU – Horizon 2020 – Societal Challenge "Food Security, Sustainable Agriculture and Forestry, Marine, Maritime and Inland Water Research and the Bioeconomy"
Projektstatus: läuft