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Kontaktpersonen für



Erweiterung des ökologischen, waldbaulichen und technischen Wissens zu WaldbrändeN (ErWin)

Projekt

 (c)

Wärmere, trockenere Sommer erhöhen auch in Deutschland das Waldbrandrisiko. Die Folge sind großflächige, aber besonders auch eine Vielzahl kleinerer Waldbrände. Dieser steigenden Gefahr steht ein Mangel an Wissen gegenüber.

Hintergrund und Zielsetzung

in diesem Projekt sollen wichtige Grundlagen für den wissensbasierten Umgang mit Waldbränden in den Bereichen Waldbau und Brandbekämpfung geschaffen werden.

Am Thünen-institut ist die Entwicklung von kleinräumigen, dynamischen Vulnerabilitätskarten geplant, welche neben den witterungsbasierten Waldbrandgefahrenindizes auch relevante Waldstrukturparameter berücksichtigen. Durch Szenarienanalysen lässt sich die Risikoabschätzung auch auf Klimaszenarien und waldbauliche Maßnahmen erweitern.

Vorgehensweise

Arbeitspaket 1.1 - Historie der Waldbrände:

Schaffung einer Datensammlung von vergangenen Waldbränden mit Informationen zur Lage, Entstehungszeit, wenn bekannt Brandursache, wenn ermittelbar Feuer-Ausbreitungsdynamik und weiteren Informationen.

Arbeitspaket 1.2 - Strukturelle und klimatische Rahmenbedingungen:

Erstellung eines lückenlosen konsistenten, flächenrepräsentativen Datensatzes von Tageswerten witterungsbasierter Gefahrenindizes (z.B. WBI, FWI) in klimatischen und aktuellen Zeiträumen inkl. Klimaszenarien bis 2100 für Deutschland in einem mittleren Maßstab, der neben den Szenarien und der Historie automatisch tagesweise aktualisiert wird.

Schließlich werden Waldbrand-relevante Waldstrukturdaten (Baumarten, Strukturen, Nutzungsformen, Totholzanteil, Phänologie, Feuchtestufen des Bodens, Höhe, Feuchte, Brand-Barrieren, Wegenetz, Infrastruktur, etc.) beschafft und abgeleitet.

Arbeitspaket 1.3 – Vulnerabilitätskarten:

Die Vulnerabilität gegenüber einem Waldbrand soll hier in drei Untergruppen betrachtet werden, die einzeln oder zusammengefasst betrachtet werden können:

  • Die witterungs- und waldstrukturbedingte Menge an brennbarem Material: Hier werden die witterungsabhängigen Waldbrandindizes mit den Waldstrukturdaten inkl. der Brennmaterialtypen verschnitten.
  • Der Einfluss der menschlichen Aktivitäten: Die potentielle Initialzündung durch den Menschen soll anhand der Nähe zu Infrastruktur, Nutzungsformen, Wochentagen und Uhrzeiten berücksichtigt werden.
  • Ist ein Brand ausgebrochen bestimmen die Feuer-Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Effektivität der Brandbekämpfung eine entscheidende Rolle. Die witterungs- und waldstrukturbedingte Ausbreitungsgeschwindigkeit wird vor allem mit prozessbasierten Feuer-Ausbreitungsmodellen (KIT) analysiert. Die Effektivität der Brandbekämpfung hängt von der Geschwindigkeit der Feuermeldung ab. Weitere Fragen der Brandbekämpfung sind: Wie schnell ist die Feuerwehr vor Ort? Kommt sie an den Brand heran (Wege & Munitionsbelastung, andere Gefahren)? Mit welchem Umfang und welcher Technik kann die Bekämpfung erfolgen?

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    (national, öffentlich)
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

5.2020 - 9.2023

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 2219WK54B4
Förderprogramm: Waldklimafonds (Programmbestandteil des Sondervermögens Energie- und Klimafonds)
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 0