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  • Dr. Pedro Nogueira

in die Nordsee und die Irische See

Expedition

Walther Herwig III, Seetagebuch der 432. Reise

Der Nukearkomplex Sellafield an der englischen Westküste (© Erica)

Dauer der Reise: 2. bis 22. Dezember 2019

Fahrtgebiet: Nordsee und Irische See

Zweck der Reise: Untersuchungen zum Gesundheitszustand der Fische und zu biologischen Schadstoffeffekten. Aufgaben während der Fahrt sind u.a. Fänge zur Untersuchung von Fischkrankheiten und -parasiten sowie Gewinnung von Proben für die Analytik von radioaktiven Substanzen

Fahrtleiter: Dr. Pedro Nogueira, Thünen-Institut für Fischereiökologie

++02.12.2019++

Nieselregen und grauer Himmel über Bremerhaven: Das Gefühl von Aufbruch und Abenteuer liegt in der Luft, als sich ein gutes Dutzend Wissenschaftler versammeln, um die nächsten drei Wochen auf hoher See zu verbringen. Es geht bei dieser Forschungsreise darum, Fischkrankheiten zu untersuchen und Schadstoffe zu erfassen. Nach dem Beladen des Schiffs können wir unsere Kammern beziehen. Geräumiger als erwartet – sogar mit eigener Dusche und Toilette.

Nach einer allgemeinen Sicherheitseinweisung ist es schließlich soweit: Wir legen ab. Von Deck aus beobachten wir gespannt, wie das Schiff durch die Schleuse fährt und schließlich das Land hinter sich lässt.

Wenn wir uns kurz vorstellen dürfen: Wie sind Murielle und Jasmin, zwei studentische Hilfskräfte, die die Gelegenheit haben, die wissenschaftliche Crew des Thünen-Instituts zu verstärken. Es ist unsere erste große Reise auf einem Forschungsschiff, und entsprechend gespannt sind wir auf das, was vor uns liegt. Unsere Eindrücke halten wir in diesem Seetagebuch fest.

Der erste Tag verläuft ruhig. Am Abend erhalten wir noch eine Einführung zu der Reise und den Fischkrankheiten, mit denen wir uns in den nächsten Tagen beschäftigen. Mit Vorfreuden auf den ersten Hol morgen früh schlafen wir bei sanftem Schaukeln ein.

++03.12.2019++

Arbeit im Fischlabor (© Thünen-Institut)

Pünktlich um 8 Uhr haben wir uns am Fließband unter Deck versammelt. Wir warten und blicken zu der Klappe, die noch verschlossen ist. Endlich öffnet sie sich. Tageslicht und frische Luft dringen herein, die Sonne wirft Schatten der Matrosen, die mit dem Netz hantieren, an unsere Wand.

Dann fällt auch schon der Fisch hinab. Der Fang läuft über das Fließband, die ersten 50 Kilo bilden die Unterprobe, danach werden nur noch besondere Arten sowie Klieschen, unsere Haupt-Untersuchungsobjekte, vom Band sortiert. Der Rest darf zurück ins Meer. Die Fische der Unterprobe werden nach Arten sortiert, gezählt und gewogen. Es sind besonders viele Wittlinge und nur wenig andere Fische. Beim nächsten Hol später am Tag hoffen wir auf mehr Varianz, aber diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen. Nicht umsonst sagt man, dass der erste Hol des Tages meist der Beste ist.

++04.12.2019++

Der dritte Tag war gefüllt mit Arbeit, und so hatten wir viel Gelegenheit, uns zu Experten für Krankheiten bei Klieschen zu entwickeln. Dunkle Flecken: Hyperpigmentierung. Weiche, weiße Hubbel: epidermale Hyperplasie/Papillom. Parasit in den Kiemen: der Ruderfußkrebs Acanthochondria cornuta. Klieschen, bei denen nichts zu finden war, wurden der Einfachheit halber als gesund bezeichnet.

Geschafft von der Arbeit und zum Teil auch etwas seekrank legten wir uns früh ins Bett.

++05.12.2019++

Durch die erfolgreichen klieschenreichen Hols des Tages war es uns möglich, früher Feierabend zu machen. Bereits im ersten Hol hatten wir mehr als 500 Klieschen, doch da viele von ihnen recht klein waren, beschlossen wir am frühen Nachmittag, das Netz noch einmal zu Wasser zu lassen. Doch der Preis, den wir für diesen guten Fang zahlen mussten, kam bald: Poseidon schien uns nicht mehr wohl gesonnen zu sein, auf dem Meer türmten sich die Wogen zu Bergen auf. Mit voller Kraft fuhr das Schiff gegen den Wind an, doch an ein Vorankommen war kaum zu denken. Das elende Rauf und Runter, das Stampfen des Schiffes setzte vielen von uns zu. Manche zog es früher ins Bett, andere jedoch beschlossen, in den Kampf zu ziehen. Die Länder waren verteilt, die Armeen aufgestellt, jeder von uns war bereit, alles zu geben, als plötzlich eine besonders starke Welle die aufgestellten Figürchen vom Spielbrett fegte... dann eben kein „Risiko“!

In dieser stürmischen Nacht konnte kaum einer von uns ein Auge zu bekommen.

Paul Hanemann berichtet:

> Wasserprobenahme mit der CTD-Sonde

Die von uns verwendete CTD-Sonde (© Erica)

Bei der CTD(conductivity, temperature, depth)-Sonde handelt es sich um ein Werkzeug zur Analyse von Wasserproben. Die Sonde ist mit Sensoren zur Bestimmung von Salzgehalt, Druck, Temperatur und Sauerstoffgehalt des Meereswassers ausgestattet. Zusätzlich ist es möglich, mithilfe von Probenahmegefäßen, die an der Sonde angebracht sind, Wasserproben aus verschiedenen Meerestiefen zu nehmen, um diese später an Land analysieren zu können.

Für die Probenahme wird die CTD-Sonde mithilfe einer Winde ins Wasser gelassen. Dank eines verbauten Sensors lässt sich während des Versenkens der Sonde die aktuelle Tiefe bestimmen. Die Wasserprobengefäße können in der gewünschten Tiefe ferngesteuert ausgelöst werden. Anschließend wird die Sonde wieder an Bord gebracht und für den nächsten Einsatz vorbereitet.

Der Einsatz von CTD-Sonden vor dem Auswerfen des Netzes ist ein Standerdverfahren in der Fischereiforschung.

++06.12.2019++

An Nikolaus gab es die nächste Portion schlechtes Wetter. Na toll! Viel konnten wir nicht tun. Schlaf nachholen. Abwarten. Versuchen, für das Studium zu lernen.

Nachmittags fand ein Sicherheitsmanöver statt. Mit wetterfester Kleidung, Mütze auf dem Kopf und Rettungsweste in der Hand trafen wir uns am Sammelpunkt. Bei der Anprobe der Überlebenszüge zeigte sich, wie gut es ist, so etwas vorab zu proben, denn das Überstreifen dieser unförmigen Hilfsmittel ist nicht so einfach.

++07.12.2019++

Sturmgepeitscht fahren wir in den Ärmelkanal ein. Der Wind weht uns entgegen, so dass wir nur sehr langsam vorankommen. An Fischen ist nicht zu denken, und wir freuen uns schon darauf, in der geschützten Irischen See zu sein. Uns wird deutlich, wie sehr eine solche Reise von der Gunst der Winde abhängt.

++08.12.2019++

Symbol für Übergangswetter: Regenbogen (© Thünen-Institut)

Schon wieder ein Tag ohne Fischerei. Aber die See hatte sich etwas beruhigt, und wir konnten wieder an Deck gehen. In der Ruhe vor dem angekündigten Sturm genossen wir die wohl letzten Sonnenstrahlen der nächsten Tage.

Was tut man auf einem Schiff, wenn man nicht arbeiten kann? Eine Führung durch den Maschinenraum, wo uns trotz des ohrenbetäubenden Lärms alle Fragen freundlich und geduldig beantwortet wurden. Auch ein Besuch auf der Brücke fand statt. Glücklich genossen wir die Aussicht und ließen uns das eine oder andere Detail erklären. Mit dem Wissen über Maschinenraum und Brücke sehen wir uns nun bereit, im Notfall das Schiff übernehmen zu können.

Am Nachmittag war eine Sportstunde angesetzt. Unter qualifizierter Anleitung versuchten wir uns an den Geräten des Fitness-Raums. Den Abend verbrachten wir mit Powerpoint-Karaoke und hatten sehr viel Spaß. Nachts wurde der Wellengang wieder stärker, und vielen fiel es schwer, in der Nacht ein Auge zu zu machen.

++09.12.2019++

Als wir erwachten, war die See ruhiger geworden. Vor dem Sturm versteckten wir uns in der Bucht von Falsmouth. Schlaf von der Nacht wurde nachgeholt, Knoten wurden gelernt und Seetagebuch geschrieben. Eine positive Überraschung war das Mobilfunknetz, welches wir so nahe an der Küste wieder empfingen. Endlich wieder nach Hause telefonieren!

++10.12.2019++

Wir haben es geschafft: Wir sind in die Irische See vorgedrungen und haben den stürmischen Atlantik überwunden! Abends konnten wir endlich wieder fischen. Mittlerweile gut im Erkennen der verschiedenen Arten und geübt im Erkennen der Krankheiten von Klieschen, stellte uns der Fang vor neue Herausforderungen: Wir sahen uns konfrontiert mit einer großen Zahl an Haien und Rochen. Schnell versuchten wir, möglichst viele der Tiere zu retten, was uns auch gelang.

++11.12.2019++

Als wir morgens erwachten, waren wir bereits nördlich von Dublin. Auch im nächsten Hol fanden sich wieder viele Haie und Rochen, aber diesmal waren wir besser vorbereitet.

Am Nachmittag fuhren wir in Richtung der englischen Küste bis zur Höhe der Isle of Man. Hier wurde auf dieser Fahrt zum ersten Mal der Gemini eingesetzt, ein Gerät, das gleichzeitig zwei Sedimentkerne aus dem Boden holt, die dann zusammen in jeweils 2 cm hohen Schichten in Dosen eingefroren werden, um sie später im Labor zu untersuchen.

Alexander Knorrn berichtet:

> Die Fische der Reise

Leierfisch (links) und Seeteufel (rechts) (© Rachel Breslin)

Das Hauptaugenmerk der Probennahme liegt während der Reise auf Fischen, die sich in der Nähe des Meeregrundes aufhalten und mit einem Grundschleppnetz gefangen werden.

Die ersten 50 kg eines jeden Hols wurden separat untersucht. Hierbei wurde jeder Fang genau analysiert und jeder Fisch auf Artniveau bestimmt. Den Großteil der Fänge bildete hierbei der Wittling (Merlangius merlangus), ein naher Verwandter des Kabeljaus. Anders als der Kabeljau besitzt der Wittling keine Kinnbartel am Unterkiefer und weist eine hellere Färbung auf. Während der Untersuchungen in der Irischen See gesellte sich ein weiterer Vertreter aus der Familie der Dorsche dazu: der Schellfisch (Melanogramus aeglefinus). Er unterscheidet sich vom Wittling darin, dass er eine sehr kleine Kinnbartel besitzt und einen schwarzen Fleck über der Seitenflosse. Außerdem sind die Zähne des Schellfischs nicht ganz so stark ausgeprägt wie die des Wittlings. Durch diese Merkmale lassen sich die Arten gut voneinander unterscheiden.

Mit fast jedem Hol wurden auch Klieschen (Limanda limanda) gefangen. Diese Tiere waren von besonderer Bedeutung, da die Klieschen – als Bestandteil einer Langzeituntersuchung – einzeln auf verschiedene Krankheiten und Parasitierungen untersucht wurden.

Schwieriger gestaltet sich die Arbeit, wenn es um die Unterscheidung von Heringen (Clupea harengus) und Sprotten (Sprattus sprattus) geht. Beide Arten haben einen spindelförmigen Körper und sind silbrig gefärbt. Eine Unterscheidungsmöglichkeit ist die Kehlbeschuppung – bei Heringen ist sie glatt, bei Sprotten rau. Auch durch die Position der Analflosse und der Rückenflosse lassen sich beide Arten unterscheiden.

In seltenen Fällen befindet sich auch einer der farbenprächtigsten Nordsee-Bewohner in den Netzen: der langgestreckte, am Boden lebende Leierfisch (Callionymus lyra). Die Männchen weisen eine sehr auffällige blau-gelbliche Färbung des Kopfes und der Rückenflosse auf. Ein anderer faszinierender Fisch ist der Seeteufel (Lophius piscatorius), den wir in der Irischen See ein paar Mal fangen konnten. Er hat einen abgeflachten Körper und ein sehr großes, mit vielen spitzen Zähnen besetztes Maul, mit dem er blitzschnell nach seiner Beute schnappen kann. Um Beute anzulocken, ist ein Teil seiner Rückenflosse so modifiziert, dass er mit ihr ein kleines Tier imitieren kann, was ähnlich wie eine Angel die Beutetiere anlockt.

++12.12.2019++

Blick von Bord der Walther Herwig auf die Irische See (© Thünen-Institut)

Wieder ein Tag mit gutem Wetter in der Nähe der Isle of Man. Abgesehen von den üblichen Fischereihols lernten einige von uns, Fisch zu filetieren, um in dem Filet radioaktive Substanzen nachzuweisen. Andere waren draußen, wo sieben Container mit Seewasser befüllt werden mussten. Das Wasser wird im Labor auf radioaktive Substanzen, wie Caesium 137, untersucht. Im weiteren Verlauf besserte sich das Wetter, und die Probennahme mit dem Gemini verlief sogar mit etwas Sonnenschein.

++13.12.2019++

Der Nukearkomplex Sellafield an der englischen Westküste (© Thünen-Institut)

Welche Überraschungen würde wohl Freitag, der 13. für uns bereithalten? Wir erreichten an diesem Tag eines der wichtigsten Ziele unserer Reise, Sellafield. Die kerntechnische Wiederaufbereitungsanlage mit den Pipelines, die ins Meer verlaufen, war gut vom Schiff aus sichtbar. Eine Pause zwischen der Arbeitszeit wurde genutzt, um ein Gruppenbild mit dem Reaktor im Hintergrund aufzunehmen. Vormittags zwei Hols, nachmittags Sedimentproben mit dem Gemini. Alles verlief reibungslos. Am Abend wurde jedoch wieder Sturm angekündigt. Um uns professionell darauf vorzubreiten, versammelten wir uns abends nach erledigter Arbeit vor dem Fernseher und sahen gemeinsam „Der Sturm“. Wir hofften, dass wir ein besseres Ende finden würden als die Protagonisten des Films.

Paul Hanemann berichtet:

> Radioaktives Iod in der Irischen See und der Nordsee

Neben dem stabilen, natürlich vorkommenden Iod-Isotop I-127 sind in der Umwelt weitere, radioaktive, Iod-Isotope zu finden. Diese können unter anderem bei Kernspaltungen entstehen. Mögliche Wege der Freisetzungen sind kerntechnische Unfälle und Kernwaffentests. Das Iod-Isotop I-129 kann, aufgrund seiner relativ langen Halbwertszeit von etwa 15,7 Millionen Jahren, lange nach der eigentlichen Freisetzung in der Umwelt nachgewiesen werden. Da Iod in der Schilddrüse angelagert wird, haben die radioaktiven Iod-Isotope eine hohe radioökologische Bedeutung. Iod ist in Meerwasser mit einem Anteil von etwa 0,05 Milligramm pro Liter vorhanden. Durch die Analyse von Wasserproben kann die Verteilung der radioaktiven Iod-Isotope in den Meeren untersucht werden.

Eine Quelle für radioaktives Iod in der Irischen See ist die kerntechnische Anlage Sellafield. In dieser Anlage werden abgebrannte Brennstäbe aus Kernkraftwerken wiederaufbereitet. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass diese Anlage in den vergangenen Jahren etwa 330 kg pro Jahr radioaktives Iod-Isotop I-129 in die Umwelt freigesetzt.

++14.12.2019++

Der Sturm, auf den wir uns am Abend zuvor vorbereitet hatten, hielt an. Man konnte nicht viel tun, außer auf besseres Wetter zu hoffen und weiter am Reisetagebuch zu schreiben.

++15.12.2019++

Die Küste der schottischen Isle of Skye (© Thünen-Institut)

Wir machen uns auf den Weg, hinaus aus der Irischen See und zurück in die Nordsee. Dabei konnten wir eine fantastische Aussicht auf die Klippen der Isle of Skye genießen, die von den gleißenden Strahlen der Sonne beleuchtet wurden. Denn statt wieder durch den Ärmelkanal zu fahren, hatten wir geplant, Großbritannien zu umfahren und oben durch die Pentlands hindurch zurück in die Nordsee zu gelangen.

++17.12.2019++

Die heutigen Hols geschahen im Gebiet der Ölfelder. Erstaunt blickten wir aus den Bullaugen, so nahe an Bohrinseln waren wir selten! Schon des Nachts hatten wir sie in der Dunkelheit leuchten sehen, mit vielen Lichtern, die zu dieser Jahreszeit fast schon weihnachtlich anmuteten. Die Hols – und vor allem der Gesundheitszustand der Klieschen – war so, wie wir es für dieses Gebiet mit all der Industrie erwartet hatten. Es gab kaum eine gesunde Kliesche, aber dafür genügend, um über unseren Bedarf von 500 Exemplaren pro Gebiet zu kommen. Abends hatten wir das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben, und konnten zufrieden schlafen.

++18.12.2019++

Sonnenaufgang durch Bullaugen (© Thünen-Institut)

An diesem Tag fischten wir in zwei Gebieten: im sogenannten Entenschnabel, der deutschen Wirtschaftszone, die schnabelähnlich in die Nordsee hineinreicht, und in dänischen Gewässern. An diesem Tag geschah etwas ganz besonders: Ein Dornhai, der uns ins Netz ging und von uns sofort in ein Wasserbecken gebracht wurde, gebar zwei kleine Haie. Wir konnten kaum anders, als staunend dieses kleine Wunder zu beobachten.

++19.12.2019++

Die Sonne zaubert eine fantastische Stimmung auf das Meer und das Schiff (© Thünen-Institut)

Mit großer Motivation widmeten wir uns vor Helgoland den letzten beiden Hols dieser Reise. Die Klieschen wurden von uns mit geübten Augen untersucht, und wir kamen schnell voran, so dass wir die Hols bereits am vormittag abgearbeitet hatten. Das bedeutete, dass wir schon früh mit Putzen beginnen konnten. Außerdem freuten sich viele, wieder nahe der Zivilisation zu sein, was man am wieder aufgetauchten Mobilfunknetz bemerkte. Endlich konnten wir wieder einen kurzen Gruß an die Lieben in der Heimat senden.

++20.12.2019++

Den letzten Tag vor der Ankunft in Bremerhaven verbrachten wir damit, die von uns genutzten Arbeitsräume des Schiffes aufs Gründlichste zu säubern. Die Flächen wurden mehrmals gewischt, jede noch so kleine Fischschuppe entfernt, bis wir uns in den Edelstahlflächen spiegeln konnten.

Um 18 Uhr legten wir dann im Fischereihafen an. Den letzten gemeinsamen Abend ließen wir entspannt im Krohns Eck gemeinsam ausklingen und ließen die Reise noch ein letztes Mal Revue passieren.

++21.12.2019++

Heute, kurz vor Weihnachten, luden wir noch die Kisten ab und brachten sie wieder ins Institut. Danach widmeten wir uns unserem eigenen Gepäck, gingen von Bord und ließen nichts zurück.

Trotz des manchmal schlechten Wetters war es eine wunderschöne Reise, die ich jedem nur empfehlen kann! Abschließend möchte ich noch gern dem Kapitän, den Offizieren und der gesamten Besatzung danken, welche diese tolle Reise überhaupt möglich gemacht haben und uns sicher einmal um Großbritannien herum gefahren haben.