(K)ein Blick in die Glaskugel – wie deutsche Agrarmärkte in zehn Jahren aussehen

Dossier

Agrarmärkte stehen wieder im Fokus des öffentlichen Interesses. Einige Agrarmärkte wachsen – zum Beispiel durch die Nachfrage nach Energiepflanzen – sehr dynamisch, andere aber nicht. Was heißt das für die Politik? Muss sie reagieren?


Um solche Veränderungen zu antizipieren, erstellen wir langfristige Projektionen. Wir projizieren dafür, in welcher Situation sich Agrarmärkte und Agrarhandel in zehn Jahren befinden. Meist arbeiten wir hierfür im Thünen-Modellverbund zusammen. Der Thünen-Modellverbund ist eine institutsübergreifende Arbeitsgruppe, in der die Ergebnisse verschiedener Modelle mit den Instituten für Betriebswirtschaft und Ländliche Räume abgestimmt werden.

Zentrale Fragen für uns sind, wie hoch Preise, Angebots- und Nachfragemengen in zehn Jahren sein werden und wie sich der Handel mit unseren Handelspartnern verschiebt. Unseren Analysen liegt die Annahme zugrunde, dass sich die Politik und die heutigen Rahmenbedingungen nicht verändern und wichtige Zusammenhänge auch in Zukunft fortbestehen werden. Die Projektion dieses Status-quo nennen wir Baseline. Wenn wir dann die Politik (zum Beispiel Freihandelsabkommen) oder auch die Rahmenbedingungen (zum Beispiel stärkeres Wirtschaftswachstum) anpassen, können wir die Ergebnisse dieses Szenarios mit der Baseline vergleichen. Unser detailliertes Wissen dient Politikern als Grundlage für Entscheidungen.

Die Projektionen erstellen wir mithilfe verschiedener mathematischer Modelle, die wir mit internationalen Kollegen entwickelt haben. Insbesondere kommen die Systeme MAGNET und AGMEMOD zum Einsatz. Neuere Entwicklungen sind MERA und SUNSHINE.

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