Co-Management – was motiviert Fischer?

Hintergrund

Netzwerkkarte der Akteure im Küstenraummanagement des Greifswalder Boddens.
Netzwerkkarte der Akteure im Küstenraummanagement des Greifswalder Boddens. (© Thünen-Institut/OF)

„Co-Management“ ist die Zauberformel für ein funktionierendes, partizipatives Fischereimanagement in vielen Regionen der Welt. Die Idee ist, dass Fischer die Regeln, an die sie sich halten sollen, nicht einfach verordnet bekommen, sondern sie mitgestalten können, also im wahrsten Sinne des Wortes „mit im Boot sitzen“.

Um akzeptable Regeln vorschlagen und diskutieren zu können sowie die „richtigen“ Anreize zu finden, müssen wir wissen, was Fischer antreibt. Neben monetären, also rein ökonomischen Aspekten spielen auch Faktoren wie Macht, Ansehen oder vermeintliche bzw. tatsächliche Zwänge des sozialen Umfelds eine Rolle. Solche Parameter nehmen wir deshalb vor allem mit sozialwissenschaftlichen Methoden auf und analysieren sie. Um zum Beispiel vorherzusagen, welche Auswirkungen bestimmte Managementmaßnahmen haben und wie groß die Chancen für ihre erfolgreiche Implementierung sind, ist es sehr nützlich, die Akteure, deren Beziehung zueinander und ihre Motivationen zu kennen und daraus ihr wahrscheinliches Verhalten abzuleiten. Dafür wenden wir strukturierte Interviews und Netzwerkanalysen an.