Big Brother an Bord – Elektronisches Monitoring

Hintergrund

Auf hoher See ist es schwer, die Einhaltung der Regeln zu überwachen. In der Hochseefischerei werden Beobachter auf die Fangfahrten geschickt, aber die sind teuer und haben auf den kleinen Fahrzeugen der Küstenfischerei keinen Platz. Die Lösung könnten elektronische Beobachter sein, die inzwischen kostengünstig, robust  und genügsam sind. Sie versetzen die Fischerei in die Lage, regelkonformes Verhalten zu belegen und Beifangraten exakt zu dokumentieren.

Elektronisches Monitoring (EM) funktioniert dann besonders gut, wenn es mit Anreizen (z.B. Quotenaufschläge, Ausnahmen von Fischereiverboten in Schutzgebieten, Erhalt eines Nachhaltigkeitslabels) verbunden ist und die Beweislast beim Fischer liegt. Gemeinsam mit der Fischerei und dem World Wide Fund For Nature (WWF) testen wir deshalb EM-Systeme für verschiedenste Einsatzzwecke und Schiffsgrößen. Parallel arbeiten wir derzeit mit Industrie- und Forschungspartnern sowie den Kontrollbehörden an der Entwicklung neuer, automatisierter Auswertesysteme.