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Renommierter Forschungspreis für Dr. Stefanie Haase

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Stefanie Haase erhält für ihre Dissertation den renommierten Annette-Barthelt-Preis für Meeresforschung. Sie ist die erste Thünen-Beschäftigte, die diesen Preis entgegennehmen darf.

Ein Dorsch wird markiert. (© Thünen-Institut/A. Schütz)

In ihrer Arbeit hat sich die Biologin Dr. Stefanie Haase mit zusammenhängenden Mustern des Wanderverhaltens und der Otolithenbildung von Dorsch (Gadus morhua) in der südlichen Ostsee beschäftigt („Interlinked patterns in movements and otolith formation of cod (Gadus morhua) in the southern Baltic Sea“). Dafür hat sie Daten zu Wassertiefe, Temperatur und Zeit ausgewertet, die Datenlogger aufgezeichnet haben, mit denen die Dorsche ausgestattet waren. Außerdem hat sie ein Modell für die Ostsee weiterentwickelt, um anhand der Temperatur- und Tiefendaten zu rekonstruieren, welchen Pfad der jeweilige Dorsch zwischen Freilassen und Wiederfang genommen hat. Zudem wurden durch ihre Forschungen neue Erkenntnisse zum Verhalten von Dorschen in Bezug auf Sauerstoff- und Salzgehalt gewonnen. Die Arbeit war Teil des TABACOD-Projekts zur Dorschmarkierung und wurde von Uwe Krumme vom Thünen-Institut für Ostseefischerei und Axel Temming von der Universität Hamburg betreut.

Der Preis wird seit 1990 jedes Jahr von der Annette Barthelt-Stiftung in Kiel für exzellente Master- und Doktorarbeiten verliehen. Stiftung und Preis erinnern an die vier Wissenschaftler*innen des damaligen Kieler Instituts für Meereskunde, die bei dem Terroranschlag in Dschibuti vor 35 Jahren ums Leben kamen. Ziel der Stiftung ist es, herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und - wissenschaftlern aus der Meeresforschung zu würdigen.

Kontakt: Dr. Stefanie Haase