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Verbraucher sehen Aquakultur überwiegend positiv

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Immer mehr Fisch stammt aus Aquakultur. In der Öffentlichkeit wird über den Einsatz von Medikamenten und die zunehmende Industrialisierung des Sektors diskutiert. Wie europäische Verbraucher die Aquakultur wahrnehmen, hat das Thünen-Institut analysiert.

(© Thünen-Institut / Yvonne Feucht)

Seit den 1970er Jahren gewinnt die Aquakultur an Marktrelevanz. Mit der zunehmenden Bedeutung wächst auch das gesellschaftliche Interesse an der Aquakultur. Medien greifen potenzielle Problemfelder wie den Einsatz von Medikamenten und die zunehmende Industrialisierung des Sektors auf. Wie nehmen vor diesem Hintergrund europäische Verbraucher die Aquakultur wahr? Dieser Frage sind Yvonne Feucht und Katrin Zander für das Thünen-Institut für Marktanalyse im Rahmen des Forschungsprojekts SUCCESS nachgegangen.

Ergebnisse einer Befragung in acht europäischen Ländern (Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Polen) zeigen, dass Verbraucher überwiegend eine positive Einstellung zur Aquakultur haben. Der Sektor wird insbesondere als Arbeitgeber und wichtiger globaler Fischlieferant betrachtet. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sind überzeugt, dass der Konsum von gezüchtetem Fisch natürliche Ressourcen schont. Besonders Fischteiche werden als schützenswert empfunden. Gleichzeitig sind viele Teilnehmer der Meinung, dass in der Aquakultur sehr industriell produziert wird und zu viele Medikamente zum Einsatz kommen.

Die befragten Verbraucher assoziieren nachhaltige Aquakultur vor allem mit einem minimalen Einsatz von Hormonen und Medikamenten, dem Schutz bedrohter Arten, keiner/geringer Umweltverschmutzung und artgerechter Haltung.

In dem Projekt-Newsletter ist zu diesen Ergebnissen eine Sonderausgabe auf Englisch erschienen.