Modellsteckbrief TIPI-CAL / TYPICROP

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TIPI-CAL und TYPICROP sind Buchführungsmodelle, die im Rahmen des globalen Netzwerkes agri benchmark zur Anwendung kommen. Beide bilden die Produktionstechnik und die physischen Zusammenhänge auf Betrieben detailliert ab. Sie haben denselben methodischen Ansatz, laufen jedoch auf unterschiedlichen Plattformen und unterscheiden sich vor allem dadurch, dass TIPI-CAL grundsätzlich einen 10-Jahreszeitraum mit dem Verlauf sämtlicher Outputvariablen abbilden kann, während TYPICROP bei jedem Rechengang ein einzelnes Jahr ausweist. Im Jahr 2015 erfolgt die Umstellung beider Ansätze auf eine gemeinsame onlinebasierte Plattform, die dann auch die Betriebszweige Gartenbau, Sauenhaltung, Schweinemast, Michproduktion und Ökolandbau umfassen wird.

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Art

Deterministisches, rekursives und dynamisches (TIPI-CAL) Simulationsmodell mit detaillierter Abbildung der Betriebszweige Ackerbau, Gartenbau, Milchproduktion, Mutterkuhhaltung, Rindermast, Schweinemast, Mutterschafhaltung, Lämmermast

Hauptanwendungsgebiet

Internationale Vergleiche von Produktionssystemen und ihrer Wirtschaftlichkeit, Betriebszweigabrechnungen, Analyse der gesamtbetrieblichen Rentabilität, Politikwirkungen, Betriebsentwicklungsstrategien in Zusammenarbeit mit Fokusgruppen aus Landwirten, Beratern und Fachleuten, hauptsächlich im Rahmen des agri benchmark Netzwerkes 

Grenzen

Keine Hochrechnung auf Sektorebene, geringe Anzahl Datensätze in den meisten teilnehmenden Ländern, Annäherung an Repräsentativität durch den Ansatz typischer Betriebe und das Vorgehen bei der Betriebsauswahlsowie die Etablierung nationaler Netzwerke

Typische Anwendungen

Jährlicher Vergleich der Produktionssysteme und ihrer Wirtschaftlichkeit, Analysen zu Veränderungen der GAP und wettbewerbsrelevanter Handelspolitiken (z.B. MTR, GAP 2020, Freihandelsabkommen, Kostenwirksamkeit rechtlicher Auflagen), betriebliche Entwicklungsstrategien (Wachstum, neue Technologien)

Wichtigste Kooperationspartner

Über 50 Kooperationspartner im Netzwerk: Universitäten, Forschungseinrichtungen, Landwirteorganisationen, Beratungseinrichtungen, Ministerien, Vermarkter, Firmen des Agribusiness mit Kompetenz in Produktionsökonomie

Besonderheiten

  • Weltweit vergleichbarer, aktueller Datensatz mit einmaliger Datentiefe
  • Rückkopplung mit Produzenten und Beratern zur Validierung der Ergebnisse und Spezifizierung von Anpassungs- und Entwicklungsstrategien
  • Partnerschaftlicher Netzwerkansatz

Datenbasis

Typische Betriebe, die auf der Basis eines weltweit harmonisierten Standard Operating Procedure von den agri benchmark Partnern in Zusammenarbeit mit dem agri benchmark Centre am Thünen Institut für Betriebswirtschaft jährlich aktualisiert werden (im Jahr 2013 wird mit Daten aus 2012 gerechnet usw.).

Regionen / Länder / Betriebe

  • Weltweit über 50 Länder
  • Unterschiedliche Anzahl von Betrieben je Land (1-6 im internationalen Vergleich)
  • In einigen Ländern bilden branchenspezifische nationale Netzwerke typischer Betriebe die Grundlage für den internationalen Vergleich (Australien, Brasilien, Frankreich, Schweden, Spanien, USA)
  • Betriebliche Informationen in allen Ländern in identischer Breite und Tiefe

Sektoren / Produktdifferenzierungen

Detaillierte Abbildung von Mengen- und Preisgerüsten in den Produktbereichen Ackerbau, Gartenbau, Milchproduktion, Mutterkuhhaltung, Rindermast, Schweinemast, Mutterschafhaltung, Lämmermast. Beispiel Ackerbau und Gartenbau: Detaillierte Erfassung der einzelnen Arbeitsgänge zur Berechnung der Arbeitserledigungskosten. Beispiel Rinder-, Schaf und Schweinhaltung: Detaillierte Herdensimulation, Gewichts-, Alters- und Preisklassen, Futterrationen.

Agrarpolitische Instrumente und Institutionen

Produktionsquoten, Direktzahlungen, Entkopplung, Flächenstilllegung, Greening, Besatzdichten; Mindestbewirtschaftungsauflagen

Handel

Nur innerbetrieblich: Versatz von Tieren aus Milchvieh-, Mutterkuh- und Mutterschafhaltung in Betriebszweige der Mast. Transfer von selbsterzeugtem Feldfutter- und Getreide an tierische Betriebszweige, Transfer von Gülle und Mist in pflanzliche Produktion.

Endogene Variablen

Einkommen, Reinvestitionen in Abhängigkeit vom Kapitalgut (Land, Gebäude, Maschinen, Vieh, Umlaufkapital), Cash-flow Modul (TIPI-CAL), Umweltindikatoren

Exogene Variablen

Produktpreise, Politikvariablen (z.B. Flächenprämien, Quoten), Fortschreibung technischer Koeffizienten, Anpassungs- und Betriebsentwicklungsstrategien (aus Fokusgruppen)

Software

Excel, Access

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