Solea, 724. Reise

Dauer:    16. August bis 2. September 2016

Fahrtgebiet:  Nordsee

Zweck der Reise:  Internationaler Baumkurren-Survey

Der internationale Baumkurren-Survey des ICES findet einmal jährlich unter Beteiligung von Holland, Belgien, England und Deutschland statt. Er deckt das Gebiet der Irischen See, des Ärmelkanals und der mittleren Nordsee ab. Das dabei erfasste Artenspektrum weicht z. T. erheblich von den Fängen mit Scherbrettnetzen ab, so dass diese Reihe eine Ergänzung zu den Surveys mit anderen Grundschleppnetzen bildet. So werden insbesondere kleinere Plattfische gut erfasst, aber auch kleinere bodenbewohnende Rundfische (Leyerfisch, Steinpicker etc.) sowie größere Wirbellose wie Seeigel, Wellhornschnecke oder Seesterne. Plattfische und die gesamte bodennahe Fauna sind wegen der möglichen Schäden durch die intensive Baumkurrenfischerei in das Interesse gerückt.

Die Ergebnisse werden in eine gemeinsame Datenbank eingespeist und jährlich in Form von Verbreitungskarten und Dichteindizes für die häufigsten Arten herausgegeben.

Auf Wunsch der ICES Assessmentarbeitsgruppe WGNSSK wird der Survey dauerhaft um die Rechtecke 43F8 und 43F9 erweitert, um Informationen über den Schollennachwuchs in der Jammerbucht zu erhalten. In Abhängigkeit der verbleibenden Schiffszeit werden die projektierten FFH-Gebiete „Borkum-Riffgrund“, „Doggerbank“ und „Sylter Außenriff“ bezüglich ihrer Fischfauna in diesem Jahr teilweise beprobt.

Aufgaben der Fahrt :

  1. Halbstundenhols mit den Seezungenkurren (mit Innensteert 40 mm Maschenöffnung) im Bereich voraussichtlich der jütländischen Küste zur Erfassung von Verbreitung und Dichte der Plattfische und der begleitenden Bodenfauna. Gemäß Vereinbarung werden sämtliche Fische gemessen (ggf. nach Unterproben). Otolithen werden von Seezungen, Schollen und Klieschen entnommen, so dass für diese Arten die Verbreitung und Dichte auch nach Altersgruppen erfasst werden kann. Wirbellose werden gewogen und gezählt.
  2. Hydrographie
  3. Beschaffung von Lebendmaterial für „Multimar“, Tönning

Reisebericht (PDF, deutsch)

Wissenschaftliche Fahrtleitung: