Solea, 723. Reise

Dauer:    22. Juli bis 10. August 2016

Fahrtgebiet:  Nordsee

Zweck der Reise:  German Small-scale Bottom Trawl Survey (GSBTS)

Seit 1987 ermittelt das Thünen-Institut für Seefischerei mit dem German Small-scale Bottom Trawl Survey (GSBTS) kleinräumig Abundanzen und Verteilungsmuster von Bodenfischen der Nordsee. Dafür werden in 12 Standarduntersuchungsgebieten („Boxen“) einer Größe von jeweils 10 x 10 Seemeilen alljährlich Befischungen mit einem standardisierten Grundschleppnetz durchgeführt. Der vorliegende Datensatz bildet eine wichtige Grundlage zur Beurteilung von langfristigen Veränderungen in der Bodenfischfauna der Nordsee, hervorgerufen durch natürliche (z.B. klimatische Einflüsse) oder anthropogene Faktoren (z.B. Fischerei).

Die „Solea“ befischt mit standardisierten Methoden in knapp drei Wochen die Hälfte der insgesamt zwölf Boxen. Die restlichen sechs Boxen werden fast gleichzeitig von der „Walther Herwig III“ bearbeitet.

Aufgaben:

  • Fischereibiologische Untersuchungen
    In sechs Daueruntersuchungsgebieten (Boxen) wird die qualitative und quantitative Zusammensetzung der Fischfauna untersucht. Die Boxen werden an jeweils 2-3 Tagen mit bis zu 21 Hols befischt. Die Aufarbeitung der Fänge erfolgt nach der etablierten Standardmethode. Dabei werden die Abundanzen, Biomassen und Längenspektren aller gefangenen Fischarten bestimmt. Des Weiteren erfolgt die Aufnahme des Beifangs (Benthos, Tintenfische, Quallen, etc.) sowie eine detaillierte Protokollierung des im Netz angesammelten Mülls.
  • Hydrographische Untersuchungen
    Dreimal täglich wird begleitend zu den fischereibiologischen Untersuchungen ein Vertikalprofil von Temperatur und Salzgehalt mit der Seabird-CTD mit Zusatzsonden (O2, Trübung) /Kranzwasserschöpfer bestimmt. Die Wasserproben werden für die Kalibrierung im heimischen Labor entnommen.

Reisebericht (PDF, englisch)

Wissenschaftliche Fahrtleitung: