Staatsbesuch im Thünen-Institut

Im Zuge seines Antrittsbesuchs im Bundesland Bremen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 28. Februar 2018 auch die Seestadt Bremerhaven bereist. Erste Station dort war der frisch bezogene Neubau der Thünen-Institute für Seefischerei und für Fischereiökologie. Der Bundespräsident war in Begleitung seiner Ehefrau Elke Büdenbender und des Präsidenten des Senats der Freien Hansestadt Bremen Dr. Carsten Sieling. Für die Belegschaft vor Ort war es eine große Freude, gleich zu Anfang ihrer Tätigkeit am neuen Standort so hohen Besuch zu bekommen.


Bei strahlendem Sonnenschein (und klirrender Kälte) bereiteten der Präsident des Thünen-Instituts Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, die Leiter der Institute für Seefischerei und für Fischereiökologie, Dr. Gerd Kraus und Dr. Reinhold Hanel sowie der Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz und die Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert der Delegation einen herzlichen Empfang. Professor Isermeyer stellte das Thünen-Institut vor und informierte über dessen Aufgaben als Forschungseinrichtung des Bundes. Das Modell eines selektiv fangenden Netzes, mit dem sich unerwünschter Beifang in der gemischten Fischerei deutlich reduzieren lässt, stand exemplarisch für die Forschungsarbeiten des Thünen-Instituts zur nachhaltigen Fischerei. Eine interaktive Karte der Nord- und Ostsee verdeutlichte den Nutzungsdruck verschiedener Interessensgruppen auf den marinen Lebensraum.

Es schloss sich eine Gesprächsrunde mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern des Thünen-Instituts an. Dabei interessierten sich der Bundespräsident und Frau Büdenbender nicht nur für deren wissenschaftliche Arbeit, sondern auch für die persönlichen Perspektiven und das Leben am neuen Standort Bremerhaven.

In den Labors demonstrierten Thünen-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Arbeiten „am Fisch“: Entnahme von Otolithen (Gehörsteine), Alterslesungen, Untersuchungen auf Fischkrankheiten sowie Effekte von Mikroplastik auf die Fischgesundheit. Nach einem Rundgang durch die noch im Aufbau befindliche Aquakulturanlage endete nach gut einer Stunde die Reise durch die Fischereiforschung.

Der Besuch des Bundespräsidenten stieß auf ein lebhaftes Medieninteresse.

Foto-Impressionen des Besuchs: