Thünen-Forschungspreis verliehen

Press Release

Preisträgerin untersuchte die Pflanzenvielfalt in Kurzumtriebsplantagen und der umgebenden Agrarlandschaft

Das Bild zeigt von links: Herrn Prof. Dr. Folkhard Isermeyer (Thünen-Präsident), Preisträgerin Dr. Sarah Baum und Lorenz von Schintling-Horny (Vorsitzender der Freundesgesellschaft des Thünen-Instituts) bei der Preisverleihung des Thünen-Forschungspreises
Preisträgerin Dr. Sarah Baum zwischen Thünen-Präsident Prof. Folkhard Isermeyer (links) und dem Vorsitzenden der Freundesgesellschaft des Thünen-Instituts, Lorenz von Schintling-Horny (© Thünen-Institut/Katja Seifert)

Dr. Sarah Baum ist Trägerin des Thünen-Forschungspreises 2012. Mit diesem Preis wird eine herausragende wissenschaftliche Leistung gewürdigt, die in einer exzellenten Publikation oder in einer exzellenten wissenschaftlichen Grundlage zur Politikberatung bestehen kann.

Dr. Baum untersuchte am Thünen-Institut für Waldökosysteme die Pflanzenvielfalt in Kurzumtriebsplantagen – also Ackerflächen, auf denen schnellwachsende Bäume wie Pappeln oder Weiden zur Energieholzgewinnung angebaut werden. In einem umfassenden Ansatz verglich sie an verschiedenen Standorten in Deutschland und Schweden die Vielfalt in diesen Plantagen mit der in angrenzenden Kulturflächen sowie in den umgebenden Agrarlandschaften. Kurzumtriebsplantagen sind bislang in Deutschland noch deutlich weniger verbreitet als beispielsweise in Schweden, können aber ein großes Potenzial für die Bioenergiegewinnung erlangen. Umso wichtiger sind Untersuchungen zu den ökologischen Auswirkungen dieser Anbauform. Die Preisträgerin konnte zeigen, dass der Anbau von schnellwachsenden Gehölzen auf Agrarflächen zur Diversifizierung der Kulturlandschaft beitragen und die Artenvielfalt erhöhen kann. Die Publikation ihrer Ergebnisse in zwei hochrangigen Fachjournalen war die Grundlage für den jetzt verliehenen Forschungspreis.

Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Die Preisverleihung fand am 3. Dezember 2012 im Rahmen eines Festkolloquiums im Thünen-Institut in Braunschweig statt.


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Preisverleihung (© Thünen-Institut/Katja Seifert)