Integration von Geflüchteten in ländlichen Regionen Deutschlands

Press Release

Einladung zur digitalen Vorstellung der empirischen Ergebnisse des Verbundprojektes „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands“ am 20. Mai 2021

Die starke Zunahme fluchtbedingter Zuwanderung ab 2014 hat auch ländliche Regionen in Deutschland vor Herausforderungen gestellt, die bis dahin eher Großstädte und Ballungsräume betrafen. Von einigen Kommunen und Landkreisen wurde diese fluchtbedingte Zuwanderung nicht nur als kurzfristige humanitäre Aufgabe, sondern auch als Chance im Kontext von Abwanderung, Alterung und Fachkräftemangel begriffen.

Ob, unter welchen Voraussetzungen und wie humanitäres Engagement und ländliche Entwicklung erfolgreich verbunden werden können, hat das Forschungsprojekt „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands“ in den Bundesländern Bayern, Hessen, Niedersachsen und Sachsen untersucht.

Jetzt liegen die zentralen Ergebnisse vor. Das Projektteam möchte sie gerne am Donnerstag, 20. Mai 2021 digital vorstellen und mit Vertreterinnen und Vertretern der Fachöffentlichkeit aus Praxis, Verwaltung und Wissenschaft diskutieren. Folgende Veranstaltungsformate sind vorgesehen:

  1. Abschlusspräsentation der zentralen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen am 20. Mai 2021, 10:30 - 12:00 Uhr
  2. Abschluss-Workshop: Diskussion der Handlungsempfehlungen am 20. Mai 2021, 13:00 - 14:30 Uhr

Journalistinnen und Journalisten laden wir gerne zum Pressegespräch am 20. Mai 2021, 12:15 - 12:45 Uhr mit den Projektleiterinnen und -leitern ein.

Eine Registrierung ist für alle Veranstaltungsformate erforderlich. Bitte registrieren Sie sich bis zum 18. Mai 2021 unter folgendem Link: https://www.gefluechtete-in-laendlichen-raeumen.de/abschlussveranstaltungen/ 

Das Thünen-Institut für Ländliche Räume koordinierte das interdisziplinäre Forschungsprojekt, das in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Chemnitz, der Universität Hildesheim und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt wurde. Dabei konzentrierten sich die vier Einrichtungen auf bestimmte Themenbereiche und führten die empirischen Erhebungen für alle Partner in jeweils einem Bundesland durch, um inhaltliche und regionale Expertise übergreifend zu nutzen.

Folgende Forschungsfragen standen im Mittelpunkt:

  • Inwieweit sind die unterschiedlichen sozioökonomischen Rahmenbedingungen in den ländlichen Räumen Deutschlands maßgeblich für Integrationsanstrengungen und -erfolge?
  • Welche Integrationserfahrungen haben Geflüchtete in ländlichen Regionen und wollen sie auch in Zukunft dort leben?
  • Welche politischen Maßnahmen können die Teilhabechancen Geflüchteter steigern und somit die Entwicklung ländlicher Räume fördern?
  • Welche Einstellungen gibt es in den aufnehmenden Gemeinden und wie wurden dadurch die Integrationsprozesse beeinflusst?

Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung seit 2018 gefördert.