BMEL präsentiert Thünen-Studie zu Auswirkungen überregional aktiver Investoren in der Landwirtschaft

Bundesministerin Julia Klöckner und der Projektleiter Andreas Tietz, Wissenschaftler am Thünen-Institut für Ländliche Räume, haben in einer BMEL-Pressekonferenz am 28. Januar 2021 Ergebnisse aus dem Thünen Report 80 vorgestellt.


Der Thünen Report 80 fasst die Ergebnisse des Projekts Auswirkungen überregional aktiver Investoren in der Landwirtschaft auf ländliche Räume zusammen. Das Projekt ist der erste Baustein einer Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die vom Thünen-Institut für Ländliche Räume mit einer Laufzeit bis Mitte 2022 durchgeführt wird. Weitere Fallstudien und vertiefende Analysen innerhalb dieser Untersuchung erfolgen aktuell im Projekt WiSoLand .

Die Autoren Dr. Lutz Laschewski und Andreas Tietz ordnen die bisherigen Ergebnisse aus zwei ostdeutschen Fallregionen so ein: „Im Zentrum unserer Studie steht die Erkenntnis, dass sich die Art und Weise des agrarstrukturellen Wandels verändert. Das betriebliche Wachstum vollzieht sich in den untersuchten Regionen zunehmend in lokalen und überregional organisierten Holdingstrukturen. Dieser Prozess wird von nichtlandwirtschaftlichen Investoren, zum Teil aber auch den Landwirten selbst vorangetrieben. Für uns stellt sich die Frage, wie dieser Prozess das Verhältnis zwischen den ländlichen Gemeinden und der Landwirtschaft verändert. Landwirtschaft hat eine zentrale Bedeutung für die lokalen natürlichen Ressourcen und ressourcennahen Infrastrukturen. Damit geht es auch um den Beitrag der Landwirtschaft zur ländlichen Entwicklung, das Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung und letztlich um die gesellschaftliche Akzeptanz der heutigen Landwirtschaft.“