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Pig-Konferenz in Italien: Steigende Rentabilität der Schweineproduktion im Jahr 2017 gegenüber 2016 in vielen Ländern weltweit

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Auf der gemeinsamen internationalen Konferenz der beiden agrarökonomischen Netzwerke agri benchmark und InterPIG in Reggio Emilia, Italien, stellten Experten aktuelle Trends in der Schweineproduktion vor.

(© Thünen-Institut)

Ergebnisse der diesjährigen Konferenz zeigten, dass sich die wirtschaftliche Situation der Schweineproduktion in 2017 gegenüber 2016 weiter verbesserte, besonders für die Ferkelerzeuger. Allerdings gab es Ausnahmen: In China und Vietnam fielen die Preise für Ferkel und Schlachtschweine zwischen 16 und 58 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktionskosten waren am niedrigsten für die brasilianischen Betriebe, gefolgt von Kanada, Russland, Europa und Asien. Während der Welthandel mit Schweinefleisch sich 2016 noch auf China konzentrierte, sank die chinesische Importnachfrage 2017. Somit verkleinerte sich ein wichtiger Exportmarkt. Besonders spürbar war dies für Länder wie Deutschland, Dänemark oder die USA, die zuletzt zunehmend auf den chinesischen Markt gesetzt haben.

Ein wichtiges Thema, besonders für die europäischen Partner, war der Umgang mit der Afrikanischen Schweinpest. Die nächste gemeinsame Konferenz in 2019 soll in Peking, China, stattfinden. Ein geplanter Themenschwerpunkt wird der Antibiotikaeinsatz in der Schweinehaltung sein, der in den meisten Ländern gesellschaftlich kritisch gesehen wird.

Das Netzwerk agri benchmark Pig wird am Thünen-Institut für Betriebswirtschaft koordiniert und analysiert jährlich anhand von typischen Betrieben und Sektordaten Produktionssysteme, ihre Wirtschaftlichkeit, Rahmenbedingungen und Perspektiven der Schweineproduktion weltweit. Die Ergebnisse von InterPIG repräsentieren jeweils einen nationalen Durchschnittswert der Ferkelproduktion und der Schweinmast. Damit ergänzen sich die beiden (Daten-)Ansätze.