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Bundesweites Moorbodenmonitoring für den Klimaschutz gestartet

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Organische Böden (Moorböden sowie mit den Moorböden assoziierte kohlenstoffreiche Böden) speichern großen Mengen an organischem Bodenkohlenstoff und sind damit von besonderer Bedeutung für den Klimaschutz.

Testbeprobung für das Moorbodenmonitoring (© Thünen-Institut/AK)

Das Moorbodenmonitoring soll deutschlandweit Änderungen des Kohlenstoffvorrats offenlegen sowie Erkenntnisse zu den Steuerfaktoren liefern, die zu Vorratsänderungen führen. Damit soll langfristig die Treibhausgasberichterstattung im Bereich der organischen Böden verbessert werden. In Deutschland besitzen sie mit 5% lediglich einen geringen Anteil an der Landesfläche, tragen im entwässerten Zustand jedoch 6,7% zu den deutschen Treibhausgasemissionen bei.

Am 12.05.2021 fiel mit der Auftaktveranstaltung zum Moorbodenmonitoring für den Klimaschutz (MoMoK) der offizielle Startschuss für die Einrichtungsphase. Bis Mai 2025 wird das Thünen-Institut im Auftrag des BMEL ein Monitoringnetzwerk aus insgesamt 250 Standorten etablieren. Mit Unterstützung des BMEL wurde den eingeladenen Vertreter*innen aus Ministerien und Behörden des Bundes und der Länder sowie Interessierten aus der Wissenschaft und Verbänden das Konzept zum Aufbau des Messnetzes und zur Untersuchungsmethodik vorgestellt.

In den nächsten Monaten werden zunächst die Monitoringstandorte ausgewählt und auf Eignung geprüft. Die Standorte werden hierfür flächenrepräsentativ hinsichtlich des Bodentyps, des Landnutzungstyps oder des Baumbestands im Offenland und im Wald ausgewählt. Zusätzlich werden nasse und innovative Nutzungsformen (z.B. klassische Wiedervernässung, Paludikulturen) berücksichtigt. Anschließend werden die Standorte fortlaufend mit Messtechnik ausgestattet und charakterisiert.

Die Arbeiten zum Aufbau des Moorbodenmonitorings für den Klimaschutz werden durch die Thünen-Institute für Agrarklimaschutz sowie Waldökosysteme in enger Zusammenarbeit durchgeführt. Über den aktuellen Stand des Aufbaus werden wir in regelmäßigen Abständen auf den Webseiten des Thünen-Instituts informieren.

Wir bedanken uns für das große Interesse an der Auftaktveranstaltung und hoffen auf eine kooperative Zusammenarbeit bei der Einrichtung des Monitoringnetzwerkes.