Institut für

Waldökosysteme

Die ökologische Versuchsstation Britz bei Eberswalde

Prinzipskizze eines mit Bäumen bewachsenem Großlysimeters der ökologischen Versuchsstation Britz
Prinzipskizze eines mit Bäumen bewachsenem Großlysimeters der ökologischen Versuchsstation Britz (© Thünen-Institut für Waldökosysteme)

Die ökologische Versuchsstation Britz bei Eberswalde wird seit 1974 betrieben, um den Wasserverbrauch von aufwachsenden Hauptbaumarten im Rein- und Mischbestand und deren Einfluss auf Grundwasserneubildung und Landschaftswasserhaushalt zu quantifizieren. Ihr Standort ist für weite Teile des nordostdeutschen Tieflands repräsentativ.

Im Jahr 1972 wurden neun Großlysimeter mit einer für Waldlysimeter notwendigen Oberfläche von 100 m2 (10x10 m) und einer Tiefe von 5 m gebaut. 1974 wurden diese Lysimeter zusammen mit einer 0,3 ha großen Umgebungsfläche mit den Baumarten Buche (2 Lysimeter), Kiefer (3 Lysimeter), Lärche und Douglasie (je 2 Lysimeter) in praxisüblichen Verbänden bepflanzt.

Neben den Lysimetern ist die Station mit weiteren Geräten zur Erfassung des Wasser- und Stoffflusses ausgerüstet, die mit meteorologischen Parametern sowie wachstumskundlichen Erhebungen der wichtigsten oberirdischen Baumkompartimente in Beziehung gesetzt werden. Die Prozesse werden auf Plotebene untersucht und über quantifizierte Struktur-Prozessbeziehungen auf die Bestandesebene übertragen. Die Ergebnisse sind für den Waldumbau im Rahmen der zukunftsorientierten Waldbewirtschaftung unter Beachtung der wasserwirtschaftlichen Leistungen der Wälder von Bedeutung. Ein weiterer Schwerpunkt sind Untersuchungen zur Auswirkung von Trockenheit auf das Wachstum und den Wasserhaushalt von Bäumen.

Prinzipskizze eines mit Bäumen bewachsenem Großlysimeters der ökologischen Versuchsstation Britz (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Luftbild mit Baumartenverteilung der ökologischen Versuchsstation Britz (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Messung des Niederschlages unterhalb der Kiefernkronen in einem Kiefern-Eichen-Mischbestand (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Messung des Unterkronenniederschlages am Waldboden eines Kiefern-Buchen-Mischbestandes (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Messung des Unterkronenniederschlages am Waldboden eines Kiefern-Reinbestandes (© Dr. Jürgen Müller) Messfeld mit Niederschlagsmessung, Laubsammlern und Stammabfluss in einem Buchen-Reinbestand (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Messung des Stammabflusses an Buchen mit einer Manschette (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Ein mit Buchen unterbauter Kiefernbestand (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Kontinuierlich messende Wetterstation zur Erfassung von Witterungsparametern auf einer Freifläche (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Kontinuierlich messende Wetterstation zur Erfassung des Waldinnenklimas in einem Kiefern-Buchen-Mischbestand (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Kontinuierlich messendes Dendrometer zur Erfassung der Dynamik des Dickenwachstums an einer Kiefer (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Messung des Saftflusses an einer Kiefer mit System nach Granier (© Thünen-Institut für Waldökosysteme) Messung des Bodenwasserflusses mit Tensiometern in einem Buchenbestand (© Thünen-Institut für Waldökosysteme)