Institut für

Waldökosysteme

Treibhausgasemissionen durch Waldbrand

Waldbrandflächen
Waldbrandflächen zwischen 1990 und 2013. (© )

Neben den jährlichen Emissionen und Bindungen an Kohlendioxid (CO2) sind auch andere Treibhausgase wie Lachgas (N2O) und Methan (CH4) zu berichten. Eine Quelle dieser Gase können Waldbrände sein. Die Methodik zur Abschätzung von Treibhausgasemissionen, die bei Waldbränden freigesetzt werden, ist derzeit noch lückenhaft. Die bisherigen Ansätze zur Emissionserfassung nach Waldbränden berücksichtigen weder die Bodenvegetation noch die dem Boden aufliegende Streu. Daraus resultieren fehlerhafte Schätzungen in der Treibhausgasberichterstattung. Daher hat das Thünen-Institut für Waldökosysteme ein Projekt zur Erfassung von Treibhausgasfreisetzungen durch Waldbrände an die Firma UWEG - Umwelt-Forschungs- und –Dienstleistungsgesellschaft mbH - aus Eberswalde vergeben. Im Rahmen des Projektes sollen im Wald Proben auf abgebrannten und nicht gebrannten Flächen genommen und verglichen werden. Zusätzlich werden Brandversuche im Labor durchgeführt. So können die Bedingungen vor einem Brand genau gemessen oder eingestellt werden. Mit den Messungen nach einem Brand erhält man Erklärungen dafür, welche Intensität ein Brand gehabt hat, der im Freiland zu ähnlichen Ergebnissen führte. Mit den so gewonnenen Informationen soll die Genauigkeit der nach internationalen Berichtsverpflichtungen angefertigten Inventuren deutlich erhöht werden.