Stellvertretende Institutsleitung

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Biokraftstoffe aus holzartiger Biomasse

Projekt

 (c) Michael Welling

Biokraft - Rohstoffverfügbarkeit von holzartiger Biomasse zur Produktion von Biokraftstoffen in DE und EU bis 2040

Biokraftstoffe spielen eine wichtige in den IPCC-Klimaschutzszenarien und holzartige Biomasse gilt als geeigneter Rohstoff für ihre Produktion, der die Konkurrenz um Land und Nahrungsmittel vermeiden kann. Doch ist genug Holz für die Erreichung unserer Klimaziele vorhanden? Unser Forschungsinteresse richtet sich insbesondere auf die Quantifizierung von holzartiger Biomasse für die Biokraftstoffproduktion in Deutschland und der EU.

Hintergrund und Zielsetzung

Im Hinblick auf die internationalen Klimaziele und den deutschen Klimaschutzplan 2050 werden Biokraftstoffe als eine nachhaltige Alternative zu fossilen Kraftstoffen diskutiert. Die Produktion der ersten Generation von Biokraftstoffen, die überwiegend aus Nahrungspflanzen gewonnen werden, stößt an soziale und ökologische Grenzen. So hat sich der Fokus auf die Entwicklung einer fortschrittlichen zweiten Generation von Biokraftstoffen aus holzartiger Biomasse (Lignocellulose) verlagert, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht. Doch auch die Nutzung der holzartigen Biomasse birgt Risiken.

Bislang ist nicht eindeutig erfasst, wie viel Biomasse für die langfristige und nachhaltige Bereitstellung von Biokraftstoffen verfügbar ist. Das Projekt BIOKRAFT zielt darauf ab, diese Forschungslücke zu schließen. Unter Berücksichtigung der Versorgungsnachhaltigkeit untersuchen wir, welche Mengen an holzartiger Biomasse zur Produktion von Biokraftstoffen in Deutschland und der EU zur Verfügung stehen und wie Biokraftstoffe zur Dekarbonisierung des Verkehrssystems beitragen könnten.

Zielgruppe

politische Akteure, Wissenschaftliche Gemeinschaft, Industrie

Vorgehensweise

BIOKRAFT ist ein Verbundprojekt, das wir gemeinsam mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) unter der Leitung des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) bearbeiten. Unsere Aufgabe im Konsortium ist die quantitative Bewertung der Rohstoffbasis der Biokraftstoffe in Deutschland und der EU für den Zeitraum 2000 bis 2040.

Zunächst erfolgt eine Ex-Post-Analyse, um das Angebot und die Nutzung holzartiger Biomasse zwischen 2000 und 2018 in Deutschland und der EU zu quantifizieren. Die Abschätzung, wie viel holzartige Biomasse für den Einsatz in Biokraftstoffen bis 2040 verfügbar ist, erfolgt für Deutschland anhand der WEHAM-Szenarien sowie auf Basis einer Literaturanalyse für die EU. Ziel des Gesamtprojekts ist es, die Möglichkeiten einer langfristigen und nachhaltigen Etablierung von Biokraftstoffen im Rahmen von politischen Handlungsempfehlungen aufzuzeigen.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

1.2021 - 12.2022

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft