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Neuer Artikel über die de-facto Governance in Sambia

Aktuell

Die Studie untersucht die Governancequalität in Waldgemeinden in der sambischen Ökoregion des Miombo.

(© Hellen Nansikombi)

Sie gibt Empfehlungen für verbesserte Methoden der Governanceerhebungen und weist auf konkurrierende formale und traditionelle Verwaltungsstrukturen hin. Dieses Wissen ist u.a. relevant für globale Initiativen, die auf die Reduzierung der Entwaldung und Walddegradation zielen, wie z.B. REDD +. Die Studie wendet den Indikatorenkatalog der Governance of Forests Initiative (GFI) des World Resource Institute in 24 Gemeinden an. Diese befinden sich in drei Provinzen der Miombo Ökoregion: Copperbelt, North-Western und Eastern.

Die Ergebnisse zeigen im Allgemeinen niedrige Indikatorwerte. Dies weist auf eine generell schwache de-facto Governance hin. Sie zeigen auch, dass der GFI Indikatorenkatalog die meisten Unterschiede in der de-facto Governance gut abbildet. Allerdings war er nicht spezifiziert genug, um Unterschiede in formalen und traditionellen Verwaltungsstrukturen abzubilden. Die Studie deutet ferner auf eine hohe Variabilität der Governance-Prozesse zwischen den Provinzen hin.

Es ergibt sich die Notwendigkeit, Governance-Prozesse und v.a. die Institutionen vor Ort zu stärken. Die Ergebnisse zeigen auch, dass das GFI-Rahmenwerk angepasst werden müsste, um die traditionellen und staatlichen Verwaltungsstrukturen vor Ort differenzierter erfassen zu können. Darüber hinaus sollten Dezentralisierungsmaßnahmen Governanceunterschiede berücksichtigen, die innerhalb und zwischen den Verwaltungsgrenzen auftreten.