Institut für

Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie

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Chinesisch-Deutscher Workshop in Guyuan, China

Aktuell

Vom 21. bis 26. August 2017 hielten die Chinesische Akademie für Forstwirtschaft (CAF) und das Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie einen Workshop zur ökonomischen Bewertung von Waldökosystemleistungen in Guyuan (Provinz Ningxia) ab.

Dr. Peter Elsasser im Gespräch mit Prof. Dr. Yanhui Wang und Frau Wenjuan Yang von der CAF. / Dr. Peter Elsasser discussing with Prof. Dr. Yanhui Wang and Ms. Wenjuan Yang of CAF. (© M. Lorenz)

Bei der von China angestrebten Implementierung einer nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft müssen Güterabwägungen zwischen einzelnen Waldökosystemleistungen getroffen werden. Als Entscheidungsgrundlage dafür können Ergebnisse ökonomischer Bewertungen von Waldökosystemleistungen dienen. Der Workshop in Guyuan (Provinz Ningxia) diente neben dem fachlichen Austausch hauptsächlich der Planung einer bilateralen Forschungskooperation zu diesem Thema im Rahmen einer entsprechenden Förderrichtlinie des BMEL.

Der Workshop wurde von 14 Personen besucht. Die Teilnehmer des Thünen-Instituts waren Dr. Peter Elsasser und Dr. Martin Lorenz. Von chinesischer Seite waren außer der CAF die Akademie für Land- und Forstwirtschaft Ningxia und die Forstwirtschaftliche Universität Peking vertreten.

Das Ergebnis des Workshops ist ein Konzept für ein gemeinsames vierjähriges Forschungsprojekt, das biophysische und ökonomische Bewertungen für Wasserspende, Erosionsschutz, Holzproduktion und Kohlenstoffspeicherung kombiniert. Als Projektgebiet ist ein in Ningxia gelegener Teil des Wassereinzugsgebietes des Flusses Jinhe vorgesehen.  Das Projekt wird dringende Fragen zu den in diesem semiariden Lössgebiet wichtigen Zusammenhängen zwischen Aufforstung, multifunktionaler Forstwirtschaft und Wasserversorgung für die Bevölkerung und die Landwirtschaft beantworten.

Die Teilnahme der Vertreter des Thünen-Instituts am Workshop wurde von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) finanziell gefördert. Für das geplante Forschungsprojekt wird das Institut zusammen mit der CAF einen Förderantrag ausarbeiten und an die BLE richten.