Die Thünen'schen Kreise

Bei seinen produktions- und standorttheoretischen Überlegungen setzte Thünen die relative Vorteilhaftigkeit verschiedener Bewirtschaftungsweisen in Beziehung zur Lage der jeweiligen Absatzmärkte. Dies mündeten in das Modell der sog. „Thünen‘schen Kreise“: Die unsichtbare Hand des Marktes führt dazu, dass sich in verschiedenen Regionen unterschiedliche land- und forstwirtschaftliche Produktionsverfahren herausbilden und auf diese Weise eine volkswirtschaftlich optimale Landnutzung entsteht.

Schemabild der Philosophie zu den Thünenschen Kreisen.
Mittelpunkt das Dorf, 1. Kreis freie Wirtschaft, 2. Kreis Forstwirtschaft, 3. Kreis Fruchtwechselwirtschaft, 4. Kreis Koppelwirtschaft, 5. Kreis Dreifelderwirtschaft, 6. Kreis Viehzucht. Dargestellt sind die jeweiligen Kreise auch mit Bildern.
Für Unterrichtszwecke gestaltete Graphik der Thünen’schen Kreise aus den 1920er Jahren, ausgestellt im Thünen-Museum, Tellow. In dieser modellhaften Skizze liegt in der Mitte die zu versorgende Stadt, umgeben von den einzelnen land- und forstwirtschaftlichen Bewirtschaftungszonen. Herausgeber: Lehrmittel-Anstalt Hermann Wittman, Frankfurt/Main; nach einem Entwurf von Dir. Dr. Amend-Soltau (© Michael Welling)