Wenn Lebensmittel doch mal übrig sind und niemand sonst sie möchte – wohin damit?

Hintergrund

Lebensmittel sollten sinnvoll genutzt werden. Was für Menschen nicht mehr genießbar ist, eignet sich zum Beispiel als Futter für Tiere oder als Energiequelle für Biogasanlagen.


Lebensmittel, die zwar nicht verdorben, aber für Menschen nicht mehr genießbar sind, können an Tiere verfüttert werden. In der Regel handelt es sich dabei um hartes Brot für Nutz- und Haustiere oder Obst und Gemüse, das welk geworden ist. Die Verfütterung von Speiseresten (gekochte Reste aus der Außer-Haus-Verpflegung, ehemals unter dem Begriff „Sautrank“ bekannt) an Tiere ist in der EU allerdings seit dem Auftreten von BSE verboten.

Kompostierung wird die Umwandlung von organischer Substanz durch Mikroorganismen mit ausreichend Luft und Feuchtigkeit genannt. Auch Lebensmittel bestehen zu einem großen Anteil aus organischer Substanz. Diese wird bei der Kompostierung einerseits zu Kohlenstoffdioxid (CO2) abgebaut, aber gleichzeitig auch in stabile organische Substanz (Huminstoffe) umgebaut. Das Produkt dieses Prozesses, der Kompost, kann als Bodenverbesserer für viele Anwendungen in der Landwirtschaft oder auch im eigenen Garten eingesetzt werden.

Viele Lebensmittelabfälle werden in Deutschland einer Vergärung zugeführt. Dabei wird der Vorgang des mikrobiologischen Abbaus unter Luftabschluss, wie er auch in einer Deponie stattfindet, technisch genutzt. Der Prozess findet in einem großen Behälter statt und das entstehende Methan wird gesammelt. Es kann zum Beispiel für die Produktion von Bioenergie verwendet werden.

Jene Lebensmittel, die in Deutschland im Restmüll landen, werden zu einem Großteil verbrannt. Dabei wird die organische Substanz zerstört und kann nicht weiter genutzt werden. Die Ablagerung der Verbrennungsrückstände auf einer Deponie führt jedoch zumindest zu keiner weiteren Freisetzung von Methan.