Warum viele Äpfel in der Deponie das Klima verderben

Hintergrund

Bei der Deponierung von Lebensmittelabfällen werden große Mengen Methan freigesetzt. Dieses Gas verstärkt den Treibhauseffekt und sollte deshalb vermieden werden.


Obwohl Lebensmittel zu einem Großteil aus natürlich gewachsenen Zutaten bestehen, muss bei ihrer Entsorgung in großen Mengen Einiges beachtet werden. Lebensmittel können von verschiedenen Mikroorganismen zersetzt werden. Diese arbeiten die organischen Inhaltsstoffe auf und gewinnen daraus Energie für ihr eigenes Wachstum. In Abhängigkeit der herrschenden Umgebungsbedingungen entstehen dabei unterschiedliche Stoffwechselprodukte.

Bei der Deponierung von Abfällen soll möglichst viel Abfall auf möglichst wenig Raum untergebracht werden. Deshalb werden die abgelagerten Abfälle, darunter auch viele Lebensmittelabfälle, mit schweren Maschinen verdichtet. Dadurch ist innerhalb der Deponie kaum Sauerstoff vorhanden. Erfolgt der mikrobiologische Abbau der weggeworfenen Lebensmittel in einer solchen Deponie, sind Mikroorganismen im Spiel, die mit diesen erschwerten Bedingungen zurechtkommen. Durch den Abbau entsteht hauptsächlich Methan (CH4). Das Treibhausgas ist 25-mal so klimawirksam wie Kohlenstoffdioxid (CO2) und trägt deshalb wesentlich zum Klimawandel bei. Aus diesem Grund sollten Lebensmittel niemals unbehandelt auf eine Deponie gebracht werden.

Alternativen sind eine getrennte Sammlung der Lebensmittel und eine Behandlung in einer mechanisch-biologischen Behandlungsanlage, einer Biogasanlage, einer Kompostanlage oder eine Verbrennung gemeinsam mit Hausmüll.

Dieser Grundsatz wird leider erst in wenigen Ländern, zum Beispiel in Deutschland, berücksichtigt und ist weltweit noch nicht umgesetzt.